Das unrühmliche Ende der ansonsten glänzenden Nordischen WM in Trondheim sorgt für weitere Nachwehen. Seitdem das norwegische Skisprung-Team bei den Anzügen betrogen hat (das gesamte Ausmaß und die Folgen sind nach wie vor noch nicht bekannt), grübelt der internationale Skiverband FIS über Möglichkeiten, wie man Manipulationen künftig verhindern kann.

Nach der am Ende der Vorsaison eingeführten Regel, dass Athleten ihre Anzüge erst eine halbe Stunde vor dem Wettkampf erhalten und ihn eine halbe Stunde nach dem Bewerb wieder abgeben müssen (ob daran auch 2025/26 festgehalten wird, entscheidet sich erst), hat man jetzt auch ein neues Sanktionssystem ins Leben gerufen, das bereits beim Sommer-Grand-Prix zum Einsatz kommen soll.

Ganzes Team wird gesperrt

Demnach erhält jeder Athlet, der aufgrund eines nicht regelkonformen Anzugs disqualifiziert wird, eine Gelbe Karte. Zwei solcher Verwarnungen führen zu einer Sperre: Entweder für einen Wettkampftag oder ein ganzes Wochenende – abhängig davon, wie viele Wettbewerbe an einem Austragungsort geplant sind. Der Gesperrte darf auch nicht von seinem Team durch einen anderen Athleten ersetzt werden. Wird ein Weitenjäger in einem Teambewerb disqualifiziert, soll künftig gleich die gesamte Mannschaft aus dem Wettkampf genommen werden.

Offiziell sind diese Pläne noch nicht bestätigt, doch sollen diese am 13. Juni beim FIS-Kongress vorgestellt werden. Fix ist hingegen, dass der Österreicher Mathias Hafele sowie dessen Landsmann Jürgen Winkler die Nachfolge des Kärntners Christian Kathol als FIS-Materialkontrolleure antreten werden.