Ski alpinAus Quarantäne entlassen: Vincent Kriechmayr ist in der Nacht in Wengen angekommen

Vincent Kriechmayr darf nach Wengen anreisen. Am Super-G nimmt der Oberösterreicher teil, Starts in der Abfahrt sind nicht ausgeschlossen.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Vincent Kriechmayr reist nach Wengen
Vincent Kriechmayr reist nach Wengen © GEPA pictures
 

Abfahrtsweltmeister Vincent Kriechmayr hat grünes Licht der österreichischen Behörden erhalten, um zu den Ski-Weltcup-Rennen in Wengen anreisen zu können. Der Oberösterreicher, der positiv auf das Coronavirus getestet worden war, verpasste am Mittwoch auch das zweite Training für die zwei Abfahrten auf der Lauberhornstrecke in diesem Jahr. Beim ÖSV hoffte man, dass sich ein Antreten beim Super-G am Donnerstag (12.30 Uhr) ausgeht – dem sollte nichts mehr im Wege stehen.

"Ich habe keine Symptome gehabt, auch nicht zum Zeitpunkt meines positiven Tests. Ich hätte auch nicht damit gerechnet, dass ich positiv bin", erklärte Kriechmayr kurz nach seiner Ankunft um 22.40 Uhr. "Natürlich ist es bitter, wenn man gesund ist und wenn man sich topfit fühlt, dass man in Quarantäne ist, aber so war das leider."

Für den Super-G ist eine Trainingsteilnahme anders als bei der Abfahrt keine Voraussetzung. Die Akkreditierung des Ski-Weltbandes FIS für das Event lag für Kriechmayr nach Vorlage eines negativen Tests schon bereit. Es gebe auch noch Wege und Hintertürchen, die ihm ein Antreten bei der verkürzten Wengen-Zusatzabfahrt am Freitag sowie der klassischen Lauberhornabfahrt am Samstag ermöglichen würden, hieß es vom ÖSV.

Am Mittwoch ließ Kriechmayr in Österreich laut ÖSV-Männer-Cheftrainer Andreas Puelacher noch einen weiteren Coronatest durchführen. "Wenn der negativ ist, kriegen wir von der Behörde hoffentlich die Genehmigung, dass er anreisen kann. Die Zeit gibt die Behörde vor, das müssen wir wirklich abwarten. Es gibt da keine Ausnahme, auch für den Vinc nicht. Ich hoffe, dass wir das so schnell wie möglich hinbekommen", sagte Puelacher am Nachmittag. Keine zwei Stunden später lag das offizielle Okay vor, Kriechmayr reiste Richtung Schweiz.

Am Sonntag sei Kriechmayr schon negativ gewesen, die vorgegebene Quarantänedauer von fünf Tagen müsse der Sportler jedoch unbedingt einhalten, wurde dem ÖSV von den Landesgesundheitsbehörden in Oberösterreich und Salzburg mitgeteilt. In Obertauern in Bezirk St. Johann im Pongau hat Kriechmayr eine Wohnung.

Abfahrtstüre ist nicht zu

Die Türe, doch zumindest eine Abfahrt in Wengen bestreiten zu können, sei für Kriechmayr nicht zu. Die FIS-Jury, die darüber letztlich entscheiden muss, und die Trainer der anderen Nationen seien möglichen Optionen nicht abgeneigt, sagte Puelacher. "In dieser schwierigen Zeit (...) sollte man einem Sportler, egal woher er kommt, von der FIS die Möglichkeit bieten, dass er eventuell die Abfahrt fahren könnte. Man soll im Sinne des Sportlers und auch im Sinne des Sports entscheiden", betonte der Tiroler.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

steirischemitzi
4
5
Lesenswert?

.

is des eigentlich gscheit als frisch Genesener gleich mal a Abfahrt runterzubrettern?