"Angriffe sind mir nahegegangen"Ungeimpfter Urs Kryenbühl erhielt Morddrohungen

Urs Kryenbühl schlug für seine Entscheidung, sich nicht gegen das Coronavirus impfen zu lassen, viel Hass im Netz entgegen.

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ALPINE SKIING - FIS WC Val Gardena
Sportlich läuft es für Urs Kryenbühl in dieser Saison noch nicht. © GEPA pictures
 

Anfang November gab der schweizerische Skifahrer Urs Kryenbühl bekannt, dass er nicht an den Rennen im kanadischen Lake Louise teilnehmen werde. Grund dafür war die verpflichtende Impfung für alle Teilnehmer. Kryenbühl, der vor einigen Monaten eine Corona-Infektion überstanden hatte, hat sich bislang jedoch noch nicht impfen lassen. "Dem Impfzwang für die Rennen in Kanada kann ich nichts abgewinnen", schrieb der Speed-Spezialist damals in einem Social-Media-Post.

In den folgenden Wochen hatte Kryenbühl schließlich mit einer Vielzahl an Hassnachrichten zu kämpfen, wie der 27-Jährige nun dem Blick sagte. "Es waren schon einige sehr strube und vor allem sehr persönliche Angriffe dabei, die mir entsprechend nahe­gegangen sind", meinte Kryenbühl. Auch Morddrohungen sollen dabei gewesen sein, zuletzt soll sich die Lage aber beruhigt haben. "Weil die Resultate in Gröden nicht wie gewünscht ausgefallen sind, hat auch das öffentliche Interesse an meiner Person nachgelassen. Mittlerweile habe ich mir aber auch einen besseren Selbstschutz angeeignet. Wenn im Blick ein Artikel über mich erscheint, lese ich die unten ­stehenden Kommentare der ­Leser nicht mehr."

Bei der Abfahrt in Bormio geht Kryenbühl mit der Startnummer 12 ins Rennen. Für die Olympischen Winterspiele in Peking müsste sich Kryenbühl bis spätestens 13. Jänner impfen lassen.

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