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ORF in SöldenIm Übertragungswagen wird nur mit Maske gearbeitet

Mit nur um einen kleinen Prozentsatz weniger Personal ist der ORF in Sölden vertreten, um für das internationale und nationale TV-Signal zu sorgen. Die Corona-Vorschriften sind aber sehr streng. Insgesamt arbeiten sechs TV-Stationen vor Ort.

ORF-Regisseur Michael Kögler (links) und Bildmeister Ernst Romis arbeiten im Übertagungswagen mit Masken © Privat
 

Nur 25 Prozent der sonst üblichen Medienschaffenden sind derzeit in Sölden beim Weltcupauftakt dabei. Das gilt aber nicht für den ORF; der nur um einen kleinen Prozentsatz weniger Personal als in den vergangenen Jahren im Einsatz hat. "Wir brauchen die Leute hier, weil es im alpinen Skisport nicht möglich ist, mit Remote-Kameras, sprich ferngesteuerten Kameras zu arbeiten. Das geht im Fußball, weil die Kameras fast in allen Stadien immer die gleichen fixen Plätze haben. Im Skisport richten sich die Standorte nach der Beschaffenheit der Hänge, der Kurssetzung und vielen anderen Dingen", erklärt ORF-Regisseur Michael Kögler.

Corona zwingt die TV-Verantwortlichen auch zu rigorosen Maßnahmen bei den Arbeitsbedingungen. "Normal sitzen in einem Übertragungswagen - zwar strikt getrennt - die Verantwortlichen für das nationale und internationale Signal. Jetzt stehen zwei Übertragungswagen in Sölden. Wegen Covid müssen zwei Crews völlig getrennt arbeiten. Sie wohnen sogar in verschiedenen Hotels. Das ist auch eine Vorsichtsmaßnahme, falls es in einem Team einen Corona-Fall gibt", berichtet Kögler, "dazu wird in den Ü-Wägen mit Maske und Plexiglasscheiben als Trennwand zwischen den Arbeitsplätzen gearbeitet." Um spektakuläre Bilder liefern zu können, hat der ORF fünf Superzeitlupenkameras im Einsatz.

Anzahl der Sender ist unverändert

Trotz der Pandemie sind sechs TV-Stationen vor Ort. "Die Anzahl, der Sender, die die Rennen übertragen, hat sich nicht nach unten verändert", freut sich Andreas Eichwalder, der Beauftragte vom Rechteinhaber, der  European Broadcasting Union (EBU), "trotz der nicht leichten Situation ist niemand ausgestiegen." Geht es nach dem Klagenfurter muss sich eines in dieser speziellen Saison gravierend ändern: "Die Einstellung der Aktiven. Sie müssen noch zugänglicher werden für die Medien, mehr von sich preisgeben, damit die Berichterstattung so erhalten bleibt wie bisher." Gleich geblieben sind auch die Preise für die Senderechte. "Die Zahlen haben sich nicht verändert. Wir hoffen auf eine Steigerung der TV-Werbung, weil wohl die meisten Rennen nur im Fernsehen zu sehen sein werden. In Sachen Zuseher vor Ort bin ich skeptisch."

Um den Ski-Interessierten in den Wohnzimmern der Welt noch mehr bieten zu können, haben sich die Regisseure der Länder auf einen einheitlichen Programmablauf geeinigt. "Jede Nation kann ihr eigenes Vorprogramm ausspielen. Das heißt es gibt Interviews mit den jeweiligen Aktiven, Grafiken über die Kurse und Strecken und Bilder von den Besichtigungen", erklärt Kögler.

 

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