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Abfahrt in Beaver CreekBeat Feuz hatte einen exakten Siegesplan

Beat Feuz holt sich ein Jahr nach seinem bisher letzten Abfahrtserfolg neuerlich den Sieg in Beaver Creek - und die Österreicher rehabilitieren sich für das schlechte Abfahrtsergebnis in Lake Louise: Vincent Kriechmayr wird ex aequo mit Johan Clarey Zweiter.

Ski alpin, Weltcup, Beaver Creek, Beat Feuz
Beat Feuz raste in seiner unnachahmlichen Art zum Sieg auf der "Birds of Prey" in Beaver Creek. © AP
 

Er ist regierender Abfahrts-Weltcupsieger - und hatte im Kalenderjahr 2019 trotzdem kein einziges Rennen gewonnen. Aber dieses Manko hat Beat Feuz am Samstag in der Abfahrt von Beaver Creek ausgebessert. Der Schweizer krallte sich ein Jahr nach seinem bisher letzten Triumph in der schnellsten Disziplin abermals den Sieg auf der Raubvogelpiste in Beaver Creek. Erfreulich: Hinter ihm fuhr mit Vincent Kriechmayr (+0,41) ein Österreicher aufs Podest - und weil Johan Clarey exakt gleich schnell war wieder Oberösterreicher, musste Hannes Reichelt nur zwei Hundertstelsekunden dahinter mit Platz vier vorlieb nehmen. 

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Der Sieger war nicht die einzige Parallele zum Rennen 2018, denn auch in diesem Jahr konnte die Abfahrt noch vom Originalstart gefahren werden. Wegen starken Windes musste der obere Teil gestrichen werden, es musste vom Reservestart gefahren werden. Das nahm der "Birds of Prey" aber nicht viel von ihrer Attraktivität - aber der 32-jährige Feuz weiß, wie man mit dieser Piste umgehen muss. Geschmeidig krallte er sich im Steilhang in das Eis, zog die engste Linie durch - und siegte. Wie er das macht? "Natürlich lege ich mir bei der Besichtigung einen Grundplan zurecht", startet Feuz mit seinem Erklärungsversuch. "Da helfen mir auch die Fahrten aus den vorangegangenen Jahren, in denen ich in jenen Passagen ebenfalls schnell gewesen bin. Das gibt ein gewisses Vertrauen, in mich selber und auch in das Material."

Mit Platz zwei war endlich auch Kriechmayr einigermaßen zufrieden. Der Oberösterreicher war ja nach Platz sieben im Super-G hart mit sich selbst ins Gericht gegangen. "Ich habe viel gescherzt über meine Fahrt. Und, entschuldigung, wenn ich es so direkt sage: Sehr viele Frauen haben mehr Einer in der Hose als ich, so wie ich gefahren bin. Tut mir leid." Nach der Abfahrt durfte aber Kriechmayr mit der eigenen Courage zufrieden sein. Er bewegte sich am Limit - mit Erfolg diesmal. Auch wenn er bei der Fahrt von Clarey noch um Platz zwei zitterte.

Reichelt: "Auch ich hab' schon gezweifelt!"

Glücklich war auch Hannes Reichelt. "Ich habe schon ein wenig an mir gezweifelt, weil ich auch im Training nicht dabei war und in Lake Louise eine schöne Detsch'n bekommen habe. Da habe ich mir gesagt: Hannes, entweder du tust wieder rennfahren, oder du lasst es." Gesagt, getan: Der 39-Jährige bewies im Super-G einen Aufwärtstrend, in der Abfahrt riskierte er voll, verpasste nur knapp das Podest. "Aber ich habe mich am Limit bewegt, das freut mich. Auch wenn das Skifahren noch nicht ganz gut war."

Ebenfalls stark: Christian Walder, der bei der letzten Zwischenzeit sogar noch auf Podestkurs gelegen war, dann aber einen kleinen Fehler einbaute. Platz 15 ist für den Kärntner aber trotzdem ein Erfolg. Die anderern Österreicher klassierten sich fast im Paket: Max Franz (21.), Daniel Danklmaier (24.), Christopher Neumayr (25.) und Otmar Striedinger (25.) trennten nicht ganz zwei Zehntel.

Mayer verpatzt sein Rennen

Nichts zu holen gab es diesmal für Matthias Mayer, den bisher stärksten in Österreichs schneller Truppe. Der Kärntner, der sich für die Nummer eins entschieden hatte, war zwar im einzigen Training trotz seines Sturzes tags davor schnell gewesen, aber nicht im Rennen. Das Endergebnis: Keine Weltcuppunkte. Und trotzdem behielt er die Führung im Gesamtweltcup, nun vor Teamkollege Kriechmayr.

Kommentare (1)

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Neolithikum
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Lesenswert?

Wo sind sie gefahren?

Ach ja, auf der "Böads of Pwey" in Biewa Kwiek - frei nach dem Sprachgenie aus dem ORF.

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