Mit Niels Hintermann verlässt ein großer Abfahrer die Weltcup-Bühne. In Courchevel stand der Schweizer nicht am Start und verkündete in der Folge seinen Rücktritt. „Ich bin fertig mit Skifahren“, sagte er. „Crans-Montana war mein letztes Rennen. Ich bin nicht mehr bereit, mein Leben zu riskieren, wie ich es tun müsste.“
Nach überstandener Krebserkrankung gab Hintermann in dieser Saison sein Comeback. „Ich habe ein zweites Leben geschenkt bekommen und damit will ich nicht spielen.“ Die Entscheidung sei über Wochen gereift. „“Ich bin nicht mehr bereit, an den Start zu gehen. Wenn man nicht Vollgas gibt, wird es gefährlich. Ich will aufhören, ohne dass ich irgendwo in einem Netz zapple.“
Panikattacken in Garmisch
Beim Weltcup in Garmisch-Partenkirchen sei er zu der Erkenntnis gekommen, dass es nicht mehr weitergeht. „Ich habe gemerkt, dass ich eine Panikattacke nach der anderen hatte.“ Sein Körper habe dann gezittert und im Kopf spielten sich wilde Szenarien ab. „Dann weiß ich, dass ich das, was ich zeigen müsste, gerade nicht zeigen kann.“
Im Rückblick sei er glücklich über seine Karriere im Ski-Zirkus. Neben dem Sieg in der Kombination 2017 in Wengen gelangen Hintermann in Kvitfjell zwei Abfahrtssiege (2022, 2024). „Ich habe mir in den letzten Wochen selbst auch etwas vorgemacht, weshalb es sich jetzt leichter anfühlt.“