Mittlerweile ist es eineinhalb Jahre her, seit Aleksander Aamodt Kilde sich bei einem schweren Sturz im Jänner 2024 in Wengen schwere Verletzungen an der Schulter und Wade zugezogen hat. Seither arbeitet der Norweger ununterbrochen an seinem Comeback – musste aber immer wieder Rückschläge hinnehmen, inklusive Operation.

Nach der verpassten Ski-WM in Saalbach-Hinterglemm sind die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand/Cortina wohl das große Ziel des 32-Jährigen. „Es ist noch früh, etwas zu sagen. Ich trainiere jedenfalls. Die Operation war vor 15 Wochen und hat eigentlich gut funktioniert“, erklärte Kilde im Interview mit dem Schweizer Fernsehen. „Die Schulter funktioniert weniger gut, aber das ist eigentlich wie geplant. Die nächsten Schritte sind auch, dass die Funktion voll zurückkommt.“

Gutes Gefühl bei Kilde

Bis der Verlobte von Mikaela Shiffrin aber sein bereits gezeigtes Level erreicht, könnte noch viel Zeit vergehen. „Ich brauche aber schon noch ein wenig Zeit. Die Schulter ist das Hauptthema, Wade und Fuß sind schon gut dabei. Das ist für das Skifahren zwar das Wichtigste, aber in Sachen Balance ist es noch nicht bei hundert Prozent.“ Vor allem die Bewegung in der Schulter sei noch nicht ausreichend, um Ski zu fahren. „Ich habe aber ein gutes Gefühl, mein Körper funktioniert und antwortet auf alles, was ich mache.“

Einen genauen Fahrplan für das Comeback gibt es noch nicht. Im August möchte Kilde jedenfalls wieder auf Ski stehen und „hoffentlich“ zum Trainingslager nach Chile reisen. An fehlender Motivation scheitert die Rückkehr nicht. „Ich vermisse den Sport sehr und möchte unbedingt zurückkommen, auch zum Team und zu den Konkurrenten. Man hat bei den Schweizern gesehen, was sie für einen Spaß hatten. Tagträumen ist daher manchmal gut, es war alles nicht leicht für meinen Kopf.“ Ob er bereits von den Olympischen Winterspielen träumt? „Es ist für mich wichtig, Schritt für Schritt zu machen. Es zählt einmal der Weltcup, wenn es da funktioniert, dann wäre Olympia ein Bonus. In Bormio wäre ich natürlich schon gerne dabei. Aber das ist noch weit weg.“