Nach einem soliden ersten Durchgang beim Riesentorlauf in Hafjell wollte Weltmeister Raphael Haaser im Finale voll attackieren. Der Tiroler war im zweiten Lauf auch unterwegs in Richtung Bestzeit als er kurz vor dem Ziel mit hoher Geschwindigkeit mit dem Arm bei einem Tor einhängte, abflog und schwer stürzte. Haaser blieb danach im Schnee liegen.

Haaser mit Blut im Gesicht

Nach ein paar Minuten stand der Riesentorlauf-Weltmeister mit blutverschmiertem Gesicht auf und fuhr selbst auf einem Ski in das Ziel. Beim Aufprall dürfte er sich im Gesicht verletzt haben. Das Rennen war mehrere Minuten unterbrochen. Zum Glück überstand Haaser den Abflug offenbar ohne schwerere Verletzungen –abgesehen vom Gesicht, denn der 27-Jährige verlor die vorderen Schneidezähne. Er wurde im Krankenhaus in Lillehammer zahnärztlich erstversorgt, trat die Heimreise an und wird in Österreich weiter behandelt. Beim Weltcup-Finale in Sun Valley wird er aber wohl trotzdem dabei sein.

Haaser meldete sich via Instagram selbst zu Wort, meinte dort: „Ich habe heute alles hineingeworfen im zweiten Lauf. Ich war wirklich zufrieden, wie ich gefahren bin und ein Skifahren gezeigt habe, auf das ich stolz sein kann.“ Und dann weiter: „Aber ich hatte auch Glück, nach diesem Sturz mit nicht mehr als nur ausgeschlagenen Zähnen davonzukommen.“ Der Schmerz sei zwar „quälend“ gewesen, aber „Schmerzen verwandeln sich irgendwann in Stärke!“, schrieb er.