Der Riesentorlauf ist abgehakt, der Fokus auf die „Herzensangelegenheit“ Slalom gerichtet. Katharina Liensberger will beim finalen WM-Bewerb der Frauen in Saalbach-Hinterglemm endlich überzeugen. In der Team-Kombination reichte es nach einem zurückhaltenden Slalom nicht zur Medaille, im „Riesen“ tat sie sich wie schon in den vergangenen Wochen schwer.

Alles Schnee von gestern. „Ich freue mich jetzt auf den Slalom und will dort mit ganzem Herzen Skifahren und zeigen was ich kann. Im Ziel will ich dann glücklich abschwingen und den Moment mit diesen Fans genießen.“ Dafür benötigt es aber eine schnellere Zeit als in der Team-Kombination, weshalb am Freitag in Hinterglemm noch einmal die Trainingsski angeschnallt wurden. „Ich glaube, die Liensi (Katharina Liensberger, Anm.) ist heiß. Sie hat noch eine Rechnung mit diesem Slalom-Hügel offen“, sagt auch ÖSV-Chefcoach Roland Assinger.

Liensberger geht All-In

Mut könnte ein Blick auf die Statistik geben. Neben „Ski-Königin“ Mikaela Shiffrin hat Liensberger im Feld der WM-Starterinnen die meisten Weltcup-Siege im Stangenwald vorzuweisen – gemeinsam mit Zrinka Ljutic. Das Duo hält jeweils bei drei Slalomsiegen in der Karriere. „Gerade weil ich es in der Vergangenheit schon öfter gezeigt habe, kann ich in dieser Disziplin mit breiter Brust am Starthaus stehen“, erklärt die Vorarlbergerin. „Jetzt heißt es All-In und voll ans Limit zu gehen, dann werden wir sehen, was möglich ist.“

Neben dem rot-weiß-roten Aushängeschild schreibt Coach Assinger auch Katharina Gallhuber „Außenseiter-Chancen“ zu. Die Niederösterreicherin hat in diesem Winter aufgrund einer langen Verletzungspause erst zwei Ergebnisse zu Buche stehen, überzeugte beim letzten Rennen in Courchevel vor der Weltmeisterschaft aber bis zu ihrem Ausfall.