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Bundes-Sportorganisation Ex-Landeshauptmann Niessl ist neuer Präsident der BSO

Die österreichische Bundes-Sportorganisation hat seit Freitag wieder einen Präsidenten: Hans Niessl, Ex-Landeshauptmann des Burgenlands, folgt dem heuer verstorbenen Rudolf Hundstorfer nach.

Neuer BSO-Praesident Hans Niessl mit Appell an naechste Regierung: „Begreift Foerderung des Sports als Investition in Volkswirtschaft!'
Der neue Präsident der Bundes-Sportorganisation, Landeshauptmann a.D. Hans Niessl © BSO/Leo Hagen
 

Der organisierte österreichische Sport hat wieder einen Präsidenten: Burgenlands Landeshauptmann a.D. Hans Niessl folgt dem im August verstorbenen Rudof Hundstorfer nach. Der 68-Jährige wurde bei der Generalversammlung der Vereinigung der österreichischen Sportverbände zum Nachfolger gewählt. 109 der 114 Delegierten stimmten für Niessl.

Ganz überraschend war das klare Votum nicht, war Niessl doch der einzige Kandidat für den Posten - der zugleich eine Premiere feiern wird: Denn erstmals wurde der BSO-Präsident für fünf und nicht wie bisher für drei Jahre gewählt. Niessl hat selbst Bezug zum Sport, war einst selbst als Fußballer bzw. als Fußball-Trainer aktiv.

Niessl betonte seine enge Verbundenheit zum Sport. So habe er
etwa in der Regionalliga gekickt, einige Clubs auf regionaler Ebene
betreut und auch die Lizenztrainerausbildung absolviert. Als u.a.
ehemaliger Direktor einer Sporthauptschule und 18 Jahre lang
Vorsitzender des burgenländischen Sportbeirates sei gewappnet. "Von der gesamten Politik hat mir der Sport schon sehr viel Freude
bereitet", betonte Niessl.

Gravierend anders dürfte die BSO unter Niessl nicht ausgerichtet
werden. "Sport bringt mit einer Bruttowertschöpfung von rund 18
Milliarden Euro volkswirtschaftlich betrachtet immens viel, ist ein
Wirtschaftsmotor. Das werden wir transportieren", versprach er.
Damit das auch in Zukunft so bleibt, müsse man aber "an einigen
Rädern drehen". Dabei denke er nicht nur an die flächendeckende
Umsetzung der täglichen Sport- und Bewegungseinheit für Kinder, mehr Raum für Sport ("Öffnung der Sportstätten auf Bundesebene und mehr Vereine in die Schulen") und eine bessere Unterstützung für die rund 576.000 im Sport ehrenamtlich engagierten Menschen.

Trend der "rückläufigen Finanzierung" stoppen

Nicht zuletzt die Finanzierung des rot-weiß-roten Sports sei ihm
ein Anliegen. "Die Finanzierung war eher rückläufig, das ist ein
Zustand, den man durchbrechen muss", betonte Niessl. Gerade der
Bereich der Online-Wetten ("da könnten bis zu 30 Millionen Euro
hereinkommen") biete sich diesbezüglich an. Auch die lange
geforderte Valorisierung der Bundes-Sportförderung brachte er zur
Sprache.

Weitere Punkte auf der Niessl-agenda: das schon länger geplante
Berufssportgesetz, "grüne Sportveranstaltungen" z.B. unter
Vermeidung von Plastik und die Institutionalisierung von
Bundesländertagen. Niessl: "Ich sehe mich als Bindeglied zwischen
Bund und Ländern," sagte er.

 

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