US OpenDjokovic vergoss Tränen, Medwedew machte den "toten Fisch"

Djokovic verpasste in New York den ersten Grand Slam seit 1969, Medwedew gewann sein erstes Major-Turnier.

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Novak Djokovic (links) verlor das US-Open-Finale gegen Daniil Medwedew
Novak Djokovic (links) verlor das US-Open-Finale gegen Daniil Medwedew © AP
 

Novak Djokovic konnte die Chance, in New York ganz große Tennisgeschichte zu schreiben, nicht nützen. Der Serbe verlor das Finale der US Open gegen Daniil Medwedew 4:6, 4:6, 4:6. Mit einem Sieg hätte er den ersten Grand Slam seit Rod Laver 1969 geschafft und die alleinige Bestmarke an Grand-Slam-Titeln überhaupt erreicht - doch es blieb beim Konjunktiv.

"Wenn jemand den Titel verdient hat, dann bist du es", würdigte Djokovic den siegreichen Russen. Der Weltranglisten-Zweite war schon während des Matches von den Emotionen überwältigt und vergoss Tränen. Auch bei seiner Rede nach dem Spiel waren seine Augen noch feucht. "Mein Herz ist gefüllt mit Freude. Und ich bin der glücklichste Mann, weil ihr mir das Gefühl gegeben habt, speziell zu sein", sagte er.

Für Medwedew war es der bislang größte Erfolg seiner Karriere. Nachdem sein erster Grand-Slam-Titel festgestanden war, ließ er sich etwas Besonderes einfallen: Er fiel zur Seite und blieb mit geöffnetem Mund liegen. "Ich spiele gerne FIFA. Ich spiele gerne Playstation. Das nennt sich Toter-Fisch-Jubel", erklärte der Russe danach. "Jeden, den ich gesehen habe, der FIFA spielt, dachte, das war legendär. So wollte ich es machen." Er habe sich zwar wehgetan, "aber ich bin glücklich, dass ich es legendär gemacht habe für mich".

Thiem auf Platz acht abgerutscht

Die aktuell verletzten Sieger der US Open 2019 und 2020 haben in der neuesten Weltrangliste je 2000 Punkte verloren: Vorjahressieger Dominic Thiem rutschte deshalb von Rang sechs auf acht zurück, Rafael Nadal (siegte vor zwei Jahren) von fünf auf sechs. Medwedew bleibt, nunmehr 1353 Punkte hinter Djokovic, auf Platz zwei. Erstmals in die Top Ten vorgestoßen ist der Norweger Casper Ruud.

Bei den Frauen verlor die früh gescheiterte Naomi Osaka zwei Ränge und ist nun Fünfte, an der Spitze liegt weiterhin klar die Australierin Ashleigh Barty. US-Open-Sensationssiegerin Emma Raducanu katapultierte sich von Platz 150 auf 23, Finalistin Leyla Fernandez von 73 auf 28.

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