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Nach US-Open-AusBelgierin Flipkens darf New York nicht verlassen

Weil sie als Kontaktperson gilt, darf die negativ getestete Kirsten Flipkens nach ihrem Ausscheiden bei den US Open die Vereinigten Staaten bis 11. September nicht verlassen. Das hat für die Belgierin schwerwiegende Folgen.

FRANCE TENNIS OPEN GDF SUEZ
Kirsten Flipkens © APA/EPA/IAN LANGSDON
 

Niederlage im Einzel, Aus im Doppel: Eigentlich säße die belgische Tennisspielerin Kirsten Flipkens längst im Flieger zurück nach Europa. Doch weil sie während der US Open - wie einige andere Spieler und Spielerinnen - Kontakt mit dem positiv auf das Coronavirus getesteten Franzosen Benoit Paire hatte, darf sie New York vorerst nicht verlassen.

Die Corona-Bedingungen der Veranstalter in New York sehen vor, dass die Profis, die zur Kontaktgruppe von Paire gehörten, noch "zwei Wochen lang hierbleiben müssen, gerechnet ab dem letzten Kontakt mit Benoit", schrieb Flipkens bei Instagram. "Das bedeutet bis Freitag, den 11. September."

Was für die Belgierin weitreichende Folgen hätte. Durch die späte Abreise hätte sie keine Möglichkeit mehr, an der Qualifikation für das Masters-1000-Event in Rom teilzunehmen. Da sie als Nummer 72 der Welt auch kein Chance hätte, in der Woche ab dem 20. September beim kleinen Turnier in Straßburg zu starten, müsste sie ohne jede Vorbereitung auf Sand bei den French Open in Paris spielen, die am 27. September beginnen. Und das, obwohl alle ihre Corona-Tests bisher negativ waren.

Mladenovic wettert

Auch Kristina Mladenovic hatte Kontakt mit Landsmann Paire gehabt und nach ihrem Zweitrunden-Aus am Mittwoch die besonders strikten Corona-Sicherheitsregeln bei den US Open scharf kritisiert. "Das ist ein Alptraum, den wir hier erleben. Ich habe nur den Wunsch, meine Freiheit wiederzubekommen", hatte die Weltranglisten-44. und "Ex" des Österreichers Dominic Thiem der "L'Equipe" danach gesagt. "Ich möchte so viele Dinge sagen, die uns hier passiert sind. Es ist absolut abscheulich, wie sie uns behandelt haben", so die Französin.

Man habe keine Bewegungsfreiheit, keine Identität, nichts. "Ich habe den Eindruck, dass wir Gefangene, Kriminelle sind", beschwerte sich die 27-Jährige. "Wir sind machtlos und leiden nur." Die Bedingungen seien grausam, trotz negativer Tests brauche man für alles eine Erlaubnis. "Wenn ich gewusst hätte, dass es solche Konsequenzen hat, wenn ich mit einem Spieler 40 Minuten Karten spiele, der positiv und schließlich negativ war, hätte ich niemals einen Fuß in dieses Turnier gesetzt", sagte sie.

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