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Tennis-StarDominic Thiem nach Wien-Titel im Glück: "Völlig surreal"

Der frisch gebackene Wien-Sieger Dominic Thiem hat sich am Sonntag nach seinem fünften Saison-Titel, dem dritten auf Hartplatz, und dem Österreich-Double den Fragen der Journalisten gestellt.

Dominic Thiem
Dominic Thiem nach dem verwandelten Matchball © AP
 

Dominic Thiem zeigte sich überglücklich nach seinem Titel beim Erste Bank Open in Wien, seinem insgesamt 16. ATP-Titel, aber unbeeindruckt vom Überschreiten der 20-Millionen-Dollar-Preisgeld-Grenze.

Sie sind am 3. August in Kitzbühel mit der Goldenen Gams da gesessen, jetzt steht der Siegespokal von Wien neben Ihnen. Wie fühlt sich das für Sie an?

Dominic Thiem: "Völlig surreal. Kitzbühel war schon einmal ein Wahnsinn und ich hätte es echt nie geglaubt, dass ich in einem Jahr Kitzbühel und Wien gewinne. Das ist ein absoluter Traum und vor allem auch wie die Woche verlaufen ist: Drei Mal nach Satzrückstand zurückgekommen, die Partien gewonnen, da muss man ganz ehrlich sein, dass das Publikum einen Riesenanteil daran hat. Das hat es noch nicht oft gegeben, dass ich in einem Turnier in einer Woche dreimal einen Satzrückstand aufgeholt habe."

Haben Sie zu irgendeinem Zeitpunkt in der Partie daran gezweifelt, dass sich das ausgeht?

"Ich habe in sehr vielen Momenten daran gezweifelt. Es hat schlecht begonnen mit dem Break und natürlich gegen ihn weiß man, dass man ein bisserl mehr Chancen bekommen wird als gegen Berrettini zum Beispiel. Ich finde, dass er heute auch ganz gut serviert hat. Mir taugt sein Spiel nicht. Wenn ich antreibe, tut es ihm nicht wirklich weh, der hohe Spin, greift da nicht so in der Halle. Es war sehr wichtig, dass ich die ganze Zeit dran geblieben bin im zweiten Satz. Mit dem Break zum 5:4 habe ich dann die Kehrtwende eingeleitet."

Brauchen Sie manchmal Rückstände? Man könnte es sich ja leichter machen.

Thiem (lacht): "Ich brauche es gar nicht. Natürlich macht es das Ganze noch ein bisserl besonderer, aber ich brauch es nicht. Die Woche war schon sehr anstrengend, auf und abseits dem Platz. Das habe ich am Anfang gemerkt, dass ich ein bisserl träge war und langsam aus den Startlöchern gekommen bin."

Dominic Thiem: Alle Turniersiege von Österreichs bestem Tennisspieler

23.05.2015 - Nizza: Thiems erster internationaler Triumph. Mit 21 Jahren bezwang er in einem hart umkämpften Match den Argentinier Leonardo Mayer in drei Sätzen.

(c) APA/ERIKA TANAKA (ERIKA TANAKA)

26.07.2015 - Umag: Auf den Geschmack gekommen. Mit dem Portugiesen Joao Sousa hat Thiem in zwei Sätzen diesmal leichtes Spiel.

ATP

02.08.2015 - Gstaad: Der dritte Streich. In der Schweiz ließ Theim dem Belgier David Goffin in zwei Sätzen keine Chance.

(c) APA/EPA/PETER SCHNEIDER (PETER SCHNEIDER)

14.02.2016 - Buenos Aires: Neues Jahr neues Glück. Der Spanier Nicolás Almagro lieferte Thiem in drei Sätzen einen harten Kampf, letztendlich durfte der Wiener Neustädter über seinen vierten Titel jubeln.

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28.02.2016 - Acapulco: Nur zwei Wochen später gelang Thiem sein erster Coup abseits von Sand. Der Australier Bernard Tomic schaute dabei in drei Sätzen durch die Finger.

(c) APA/AFP/PEDRO PARDO (PEDRO PARDO)

21.05.2016 - Nizza: Der zweite Streich in Nizza, der fünfte auf Sand. Alexander Zverev aus Deutschland musste sich in drei Sätzen geschlagen geben.

ATP

13.06.2016 - Stuttgart: In Stuttgart schrieb Thiem Geschichte und konnte als bislang erster und letzter Österreicher einen ATP-Titel auf Rasen gewinnen. In drei Sätzen vermieste er seinem deutschen Kontrahenten Philipp Kohlschreiber den Heimtriumph.

(c) APA/dpa/Marijan Murat (Marijan Murat)

26.02.2017 - Rio de Janeiro: In Brasilien zeigte Thiem erneut seine Stärke auf Sand und besiegte den Spanier Pablo Carreno Busta in zwei Sätzen. Es sollte sein letzter Titel im Jahr 2017 sein.

(c) AP (Felipe Dana)

18.02.2018 - Buenos Aires: Ein Jahr später war Thiem zurück in Südamerika und konnte zum zweiten Mal in seiner Karriere in Argentiniens Hauptstadt triumphieren. Der Slowene Aljaz Bedene hatte in zwei Sätzen keine Chance.

(c) APA/AFP/ALEJANDRO PAGNI (ALEJANDRO PAGNI)

26.05.2018 - Lyon: In Frankreich gewinnt Thiem am liebsten. In Lyon holte er seinen dritten Titel in der Grande Nation und besiegte dabei ausgerechnet einen Franzosen – Gilles Simon musste sich nach drei Sätzen geschlagen geben.

ATP

23.09.2018 - St. Petersburg: In den Hallen St. Petersburgs gelang dem Österreicher sein zweiter Erfolg auf Hartplatz. Der Slowake Martin Klizan hatte in zwei Sätzen das Nachsehen.

(c) AP (Dmitry Lovetsky)

17.03.2019 - Indian Wells: Thiems wohl größter Triumph! In den USA bezwang der Niederösterreicher die lebende Tennislegende Roger Federer in drei Sätzen und holte somit seinen ersten Masters-Titel.

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28.04.2019 - Barcelona: Zurück auf Sand ließ Thiem den Russen Daniil Medwedew in zwei Sätzen chancenlos zurück.

(c) APA/AFP/PAU BARRENA (PAU BARRENA)

03.08.2019 - Kitzbühel: Gegen den Spanier Albert Ramos holte er 25-jährig seinen ersten Titel auf österreichischem Boden, zudem seinen zehnten auf Sand. Es war sein 14. Karrieretitel.

(c) GEPA pictures (GEPA pictures/ Matthias Hauer)

6.10.2019 - Peking: Der Österreicher holte sich mit einem 3:6, 6:4, 6:1-Erfolg über den Griechen Stefanos Tsitsipas das ATP-500-Turnier von Peking und feierte damit den vierten Sieg in diesem Jahr.

APA/AFP/NOEL CELIS

27.10.2019 - Wien: Mit einem 3:6, 6:4, 6:3-Sieg über den Argentinier Diego Schwartzman holt sich Thiem bei seinem Heimturnier in Wien (ATP 500) den Titel und feierte damit den fünften Sieg in diesem Jahr.

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Jetzt hat der angebliche Sandplatz-Spezialist heuer fünf Titel gewonnen, drei davon auf Hardcourt. Überrascht Sie das selbst?

"Naja, ich glaube, dass mir der Name immer gegeben worden ist. Ich spiele am liebsten auf Sand, aber mein erster großer Titel in Acapulco ist auf Hartplatz gekommen, dann einer der nächsten auf Rasen, dann Indian Wells, Peking, jetzt. Die größten Titel waren alle auf Hardcourt eigentlich, von dem her, wenn ich gut spiele, dann ist vielleicht mein Spiel sogar ein bisserl besser für Hardcourt. Vor allem, wenn ich schaffe, noch mehr ans Netz zu gehen und mein Angriffs- und Volley-Spiel verbessere, denk' ich, dass der Hardcourt noch besser zu mir passen könnte als Sand."

Beeindruckt Sie diese Zahl: Sie haben heute die 20 Millionen-Dollar-Preisgeld-Grenze brutto überboten?

"Ja, an das habe ich draußen jeden Punkt gedacht (Gelächter). Nein, das nehme ich auch mit, ja."

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