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Nun gegen TsitsipasThiem hat das London-Ticket bereits vor dem Peking-Finale fix

Dominic Thiem steht nach einem hart erkämpften Dreisatz-Sieg über den Russen Karen Chatschanow im Finale von Peking und trifft am Sonntag im Finale auf Stefanos Tsitsipas.

Dominic Thiem steht im Peking-Finale
Dominic Thiem steht im Peking-Finale © APA/AFP/GREG BAKER
 

Dominic Thiem ist Karen Chatschanow noch vom Haken gesprungen und greift am Sonntag nach seinem 15. Karriere-Titel. Der Weltranglisten-Fünfte drehte beim 2:6, 7:6 (5), 7:5 gegen den Russen das Halbfinale des ATP-500-Turniers in Peking. Sein Finalgegner ist der Grieche Stefanos Tsitsipas, der Alexander Zverev 7:6, 6:4, besiegte. Gegen den Weltranglisten-Siebenten führt Thiem in den Duellen mit 3:2 und auf Hartplatz mit 2:1.Tsitsipas hat heuer in Estoril und Marseille (jeweils ATP-250) zwei seiner bisher drei Titel erobert. Bereits fix ist Thiems Teilnahme am Finalturnier der acht besten Saisonspieler in London.

Thiem hatte beim Stand von 2:6,3:5 und gegnerischem Aufschlag schon wie der Verlierer ausgesehen. Doch allem Frust nach vielen vermeidbaren Fehlern zum Trotz schaffte der Niederösterreicher dank einer Willensleistung noch die Wende. Seine magere Asien-Bilanz poliert er weiter auf. In zuvor sechs Auftritten in China war der 26-Jährige Niederösterreicher nie über die zweite Runde hinausgekommen.

Der Spielverlauf hatte Thiem des Öfteren hadern lassen. Denn die zuvor gezeigte Konstanz - auch bei eigenem Aufschlag - wollte sich erst im Finish einstellen. Thiem kassierte auf dem Hartplatz in Chinas Hauptstadt gleich sechs Breaks - im vorherigen Turnierverlauf hatte er nur ein einziges Game abgegeben.

Bei seinen sieben Halbfinal-Teilnahmen 2019 hat Thiem es nun zum fünften Mal ins Endspiel geschafft. Drei Mal (Indian Wells, Barcelona, Kitzbühel) hat er danach das Turnier auch gewonnen. Frühzeitig fixiert ist die Teilnahme an den ATP-Finals (London, ab 10. November). Thiem ist als Fünfter nach Rafael Nadal, Novak Djokovic, Roger Federer und Daniil Medwedew zum vierten Mal insgesamt und en suite für den Saisonausklang der besten acht Saisonspieler qualifiziert.

Einen Tag nach dem 6:2,7:6-Erfolg gegen den ehemaligen Weltranglisten-Ersten Andy Murray präsentierte sich Thiem zwischen Genie und Wahnsinn. Zwar schlug Österreichs Nummer eins teils spektakuläre Schläge, die aber blieben wegen unzähliger leichter Fehler lange brotlos. Chatschanow, der wie Thiem heuer beim Wiener Stadthallenturnier aufschlägt, präsentierte sich in der Anfangsphase als der stabilere Spieler und holte sich Satz eins dank Breaks zum 2:0, 4:2 und 6:2.

Dominic Thiem: Alle 14 Turniersiege von Österreichs bestem Tennisspieler

23.05.2015 - Nizza: Thiems erster internationaler Triumph. Mit 21 Jahren bezwang er in einem hart umkämpften Match den Argentinier Leonardo Mayer in drei Sätzen.

(c) APA/ERIKA TANAKA (ERIKA TANAKA)

26.07.2015 - Umag: Auf den Geschmack gekommen. Mit dem Portugiesen Joao Sousa hat Thiem in zwei Sätzen diesmal leichtes Spiel.

ATP

02.08.2015 - Gstaad: Der dritte Streich. In der Schweiz ließ Theim dem Belgier David Goffin in zwei Sätzen keine Chance.

(c) APA/EPA/PETER SCHNEIDER (PETER SCHNEIDER)

14.02.2016 - Buenos Aires: Neues Jahr neues Glück. Der Spanier Nicolás Almagro lieferte Thiem in drei Sätzen einen harten Kampf, letztendlich durfte der Wiener Neustädter über seinen vierten Titel jubeln.

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28.02.2016 - Acapulco: Nur zwei Wochen später gelang Thiem sein erster Coup abseits von Sand. Der Australier Bernard Tomic schaute dabei in drei Sätzen durch die Finger.

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21.05.2016 - Nizza: Der zweite Streich in Nizza, der fünfte auf Sand. Alexander Zverev aus Deutschland musste sich in drei Sätzen geschlagen geben.

ATP

13.06.2016 - Stuttgart: In Stuttgart schrieb Thiem Geschichte und konnte als bislang erster und letzter Österreicher einen ATP-Titel auf Rasen gewinnen. In drei Sätzen vermieste er seinem deutschen Kontrahenten Philipp Kohlschreiber den Heimtriumph.

(c) APA/dpa/Marijan Murat (Marijan Murat)

26.02.2017 - Rio de Janeiro: In Brasilien zeigte Thiem erneut seine Stärke auf Sand und besiegte den Spanier Pablo Carreno Busta in zwei Sätzen. Es sollte sein letzter Titel im Jahr 2017 sein.

(c) AP (Felipe Dana)

18.02.2018 - Buenos Aires: Ein Jahr später war Thiem zurück in Südamerika und konnte zum zweiten Mal in seiner Karriere in Argentiniens Hauptstadt triumphieren. Der Slowene Aljaz Bedene hatte in zwei Sätzen keine Chance.

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26.05.2018 - Lyon: In Frankreich gewinnt Thiem am liebsten. In Lyon holte er seinen dritten Titel in der Grande Nation und besiegte dabei ausgerechnet einen Franzosen – Gilles Simon musste sich nach drei Sätzen geschlagen geben.

ATP

23.09.2018 - St. Petersburg: In den Hallen St. Petersburgs gelang dem Österreicher sein zweiter Erfolg auf Hartplatz. Der Slowake Martin Klizan hatte in zwei Sätzen das Nachsehen.

(c) AP (Dmitry Lovetsky)

17.03.2019 - Indian Wells: Thiems wohl größter Triumph! In den USA bezwang der Niederösterreicher die lebende Tennislegende Roger Federer in drei Sätzen und holte somit seinen ersten Masters-Titel.

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28.04.2019 - Barcelona: Zurück auf Sand ließ Thiem den Russen Daniil Medwedew in zwei Sätzen chancenlos zurück.

(c) APA/AFP/PAU BARRENA (PAU BARRENA)

03.08.2019 - Kitzbühel: Gegen den Spanier Albert Ramos holte er 25-jährig seinen ersten Titel auf österreichischem Boden, zudem seinen zehnten auf Sand. Es war sein 14. Karrieretitel.

(c) GEPA pictures (GEPA pictures/ Matthias Hauer)

6.10.2019 - Peking: Der Österreicher holte sich mit einem 3:6, 6:4, 6:1-Erfolg über den Griechen Stefanos Tsitsipas das ATP-500-Turnier von Peking und feierte damit den vierten Sieg in diesem Jahr.

APA/AFP/NOEL CELIS
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Im zweiten Durchgang fand Thiem besser zu seinem Spiel. Der Lohn dafür war ein Break zum 3:2, erstmals führte er gegen den Russen. Der vom ehemaligen Weltklassespieler Nikolai Dawidenko trainierte 1,98-Meter-Mann Chatschanow sollte aber einen guten Tag erwischen. Er schaffte das Rebreak und ließ in Thiems nächstem Ausschlagspiel sogar die vermeintliche Vorentscheidung (3:5) folgen.

Thiem wirkte angesäuert - und sprang angesichts der drohenden Niederlage mit einer Trotzreaktion noch einmal vom Haken. Er kämpfte sich ins Tiebreak und schaffte nach einem 7:5 den Satzausgleich. Die Wende war eingeleitet.

Doch Becker-Fäusten folgte wieder Kopfschütteln. Das erste Aufschlagsspiel leichtfertig verschenkt, musste Thiem dem Ausgleich bis zum 3:3 nachlaufen. Danach war der Lichtenwörther am Drücker, das Break zum 7:5 entschied die Partie. Eine Willensleistung wurde nach 2:41 Stunden mit Thiems fünftem Finaleinzug 2019 belohnt.

 

 

 

Kommentare (19)

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Deloni
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Warum

können wir uns nicht einfach ohne Wenn und Aber freuen , dass ein Österreicher im Finale steht?

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redbull
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Sehr stark

Sehr starke Leistung, diese Partie noch zu gewinnen.

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soni1
0
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Gratuliere!

Hast es Dir verdient! 👍

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Selfie
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☝️

Was ist jetzt mit den ganzen Kritikern und Nörglern? Keine Kommentare mehr? Ja er hat auch das Halbfinale gegen einen Russen in überragender Form gewonnen.
Dieses ewige schlecht machen bzw. reden kotzt mich schon so an. Und meistens von Leiten die erstens keinen Plan und zweitens selbst absolut nichts erreicht haben in ihrem armseligen Leben.
Bravo Dominic... weiter so... ich hoffe du wirst bald die Nummer 1 das auch die letzten Idioten endlich ihr Maul halten.

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Rick Deckard
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Nr 9...ein anderes Kaliber

...

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hbratschi
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thiem...

...ist seit 3 jahren unter den 10 weltbesten tennisspielern. und statt dich darüber zu freuen und ein bisserl stolz darauf zu sein, dass wir einen österreicher in einer weltsportart vorne dabei haben, wird gejammert und genörgelt. aber von der couch aus ist halt jeder supermann. gell pesosope...

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soni1
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Super, Dominic!

Vielleicht geht's jetzt wieder bergauf!

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Marcuskleine
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Gratulation!

Gratuliere, Dominic!!
Wenn Murray sooo schlecht beisammen wäre, hätte er wohl kaum das Viertelfinale erreicht?

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Rick Deckard
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9 Monate nach einer neuen Hüfte

gegen Thiem in ein Tie brake zu kommen - das spricht nicht für Thiem.
Jeder normale ist froh 9 Monate nach einer neuen Hüfte überhaupt schon mal ohne Krücken und schmerzfrei gehen zu können.

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HansWurst
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Sie haben offensichtlich

keine Ahnung vom Spitzensport.
Bravo Dominic!!!

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Hazel15
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Spitzensport

Betrieben von lauter arroganten, hochnäsigen Tennisspielern, die nach den Golfern glauben etwas besseres zu sein, und im Tennisverein den Ball hin und herschubsen, um "dazu" zu gehören. Wo Otto-Normalbürger nicht erwünscht ist. Ihr habt nur das Glück, das man die Leistungen nicht messen kann. Hier werden Spieler für jeden noch so unbedeutsamen Sieg bejubelt. Ob da jemand 5.er oder 305.er der Weltrangliste ist, man könnte es auslosen, es wäre völlig egal. Laut Thiems Aussagen sind sowieso alle die gegen ihm spielen, die stärksten.

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Rick Deckard
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20 Jahre Spitzensport

...Sie haben ja Recht...ich hab wirklich keine Ahnung...

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HansWurst
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Und offensichtlich

erfolglos und darum auf Dominic neidisch...

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Rick Deckard
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überhaupt kein Neid, Thiem kann toll spielen...

aber er ist nicht die Konstanz in Person. Heute top, morgen flop, übermorgen wieder top.

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aToluna
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Neidisch

Wie kann man auf einen Tennisspieler neidisch sein, der die österr. Medien braucht um überhaupt bekannt zu sein.90% der Österreicher kennen Thiem nicht einmal und interessieren sich nicht für Tennis!! Der von Euch Tennisclans jedesmal als Weltklassespieler mit einer Weltklasseleistung dargestellt wird. Solange Tennis ein Sport für "Bessere" ist, wird es nicht den Zuspruch der breiten Masse finden. Außer Tiafoe findet man keinen einzigen Spieler, der aus der Arbeiterklasse kommt. Ja, als Kitzbühlsieger ist man wer, ABER nur, wenn man das Hahnenkammrennen gewinnt, aber nicht ein unbedeutendes Tennistunier ohne nenneswerte Gegner!!!!!

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hbratschi
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@atoluna

abgesehen davon, dass tennis schon zu zeiten eines thomas muster alles andere als ein elitärer sport war, weshalb fühlst du dich so offensichtlich angegriffen von der leistung eines österreichischen weltklassesportlers? ich weiß, schon der ausdruck "weltklassesportler" dürfte deinen blutdruck in lichte höhen treiben. aber glaubst du wirklich, um bei deinem vergleich zu bleiben, dass die namen dominik paris, clement noel, josef ferstl (falls du es nicht wissen solltest, das sind die aktuellen hahnenkammsieger) weltweit gesehen einen soviel größeren bekanntheitsgrad haben als die der tennisspieler? ich jedenfalls finde, dass man die leistungen jeglicher sportler auf diesem niveau auch ohne neid repektieren kann, darf oder sollte...

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aToluna
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Bärenstarker Thiem

Gegen einen Murray, der erst im Jänner eine künstliche Hüfte bekam. Das dann Thiem als Nr. 5 gegen die Nr. 503 so viel Mühe hatte, das ist "bärrenstark", ja aber nur von Murray, der höchstens 30% an Leistung bringt und nur zu bewundern ist!!

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Himmelschimmel
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Ja, ja,

weil wir Österreicher sind ja immer viiiiel schlechter als alle anderen! Wir haben immer nur Glück gehabt, gel?

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pesosope
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Himmelschimmel

es geht nicht darum, dass die Österreicher "immer" viiiiiel schlechter sind, es geht darum, dass die Österreicher selbst nach einem ganz normalen und zu erwarteten Sieg besser geredet werden und die Medien sofort in eine Euphorie des Sportolymps verfallen. Wenn wir gegen die USA im Basketball oder im Eishockey gewinnen würden, dann wäre es eine Sensation, aber wenn die Nummer 5 der Welt gegen einen Langzeitverletzen in seinem ersten Turnier gewinnt, ist es doch kein Beweis seiner Stärke oder sonst was!

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