Straßen-Rad-EMRegenwetter spornt Rabitsch an

Der Kärntner Radprofi Stephan Rabitsch (27) startet heute (11.30 Uhr) bei der Straßen-Rad-EM in Glasgow. „Ich mag kein Regenwetter, aber ich fahr’ bei solchen Bedingungen meine besten Rennen.“

Stephan Rabitsch (links vorne) will in die Top 15. Beim Training hatten er und Kollege Matthias Krizek viel Spaß (oben rechts) © GEPA, Privat
 

Bei gerade einmal 15 Grad, immer wiederkehrenden Regenphasen, der Himmel Grau in Grau und äußerst wenig Sonnenstrahlen traf Stephan Rabitsch (Team Felbermayr Simplon Wels) bei der Ankunft in Schottland ein definitiver Kälteschock. „Ich bin bei 35 Grad Hitze eingestiegen und bei knapp 20 Grad weniger wieder aus. Das war eine leichte Umstellung, muss ich ehrlich gestehen“, erzählte der 27-Jährige mit einem Schmunzeln.

Nichtsdestotrotz zeigt sich der Radprofi selbstbewusst und nimmt sich bei der Straßen-Rad-Europameisterschaft in Glasgow trotz der extrem starken Konkurrenz, darunter Tour-de-France-Triumphator Geraint Thomas, Weltmeister Peter Sagan, John Degenkolb oder Alex Kristoff, eine Top-15-Platzierung vor. „Es ist für mich persönlich etwas zu sprintlastig und zu flach. Es ist eine enorm kurvige Strecke, deshalb sag’ ich, alles was mehr als die Top 15 herausschaut, wär klasse.“

Und wettertechnisch? „Grundsätzlich mag ja überhaupt kein Radfahrer so ein Sauwetter, aber meistens fahr’ ich bei solchen Bedingungen meine besten Rennen“, verrät der Klagenfurter, der sich auf hügeligem Gelände, aber auch auf der Straße, wohlfühlt. „Kurze Anstiege liegen mir richtig gut.“

Der Stadtkurs in Glasgow über 16 Runden und 230 Kilometer ist nicht, wie bereits vorher erwähnt, ganz nach dem Geschmack des Wahl-Steirers, dennoch weiß der Kumpel von Georg Preidler und Marco Haller, dass aufgrund der widrigen Bedingungen und rutschigen Verhältnisse wirklich alles drinnen ist und so Überraschungen vorprogrammiert sind. „Es ist heute einmal wieder Dauerregen mit maximal 14 Grad Temperatur angesagt, was echt unangenehm ist, doch dadurch kann natürlich einiges passieren“, erwähnt Rabitsch, der heuer bei zwei Rundfahrten in Frankreich erfolgreich war.

Der gestrige Tag gestaltete sich „kamot und fokussiert. Wir haben trainiert, gegessen, uns die Strecke angesehen und Massage war angesagt. Ich bin absolut ready fürs Rennen“.

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