Kurz bevor das große Remmidemmi in Frankreich so richtig beginnt und die „Tour der Leiden“ mental wie körperlich die Profis an und über die Grenzen führt, sind die Stunden Ruhe, die sich Felix Gall gönnt, wie kleine Urlaube. Kurz vor dem Start am 5. Juli in Lille gesteht er sich zu, zu Hause in Osttirol ein wenig „faul“ zu sein. Wenngleich seine Auslegung dieses Wortes sich mit der einer breiten Masse wohl nicht deckt. „Damit meine ich nicht das Training“, sagt er und lacht, „sondern dass ich einmal Zeit nur für mich habe, zum Beispiel einfach auf der Couch liege.“ Den heimischen Mikrokosmos verlässt er auf dem Rad. Er war nach seiner Rückkehr von der erfolgreichen Tour de Suisse schon auf dem Großglockner, spult neben langen Einheiten auch eifrig Intervalle ab. „Es geht nicht mehr darum, Reize zu setzen, sondern dass ich frisch bleibe und gleichzeitig die Form erhalte.“