Nächster Anlauf von UBI Graz auf den zweiten Meistertitel nach 2019. Wenn heute (20.20 Uhr, ORF Sport+ live) im Freizeitzentrum Happyland die „best of five“-Finalserie der Frauen-Superliga startet, heißt der Gegner einmal mehr Klosterneuburg. Im vorjährigen Showdown behielten die Duchess gegen die Steirerinnen die Oberhand und fixierten ihren vierten Titel innerhalb von fünf Jahren. Und auch heuer gehen die Niederösterreicherinnen als Favoritinnen in das Kräftemessen mit UBI. Das unterstreicht die Statistik: Klosterneuburg ist ohne Saisonniederlage ins Finale eingezogen und hat inklusive Cup die letzten neun Duelle mit den Grazerinnen für sich entschieden.
Trotz der scheinbar erdrückenden Überlegenheit ortet UBI-Obmann Sebastian Eger-Mraulak durchaus Chancen auf die Meisterkrone, spricht sogar von der „besten Chance der letzten Jahre“. Wie der große Coup gelingen soll? „In den vergangenen Jahren haben sich die Duchess stets sehr gut auf uns eingestellt. Heuer sind wir aber als Team breiter aufgestellt und haben auch bei den Scorerinnen eine größere Breite. Daher sind wir schwieriger auszurechnen.“
Im Team von Headcoach Resa Petricevic ist alles fit und heiß auf das Gipfeltreffen: „Wir haben in den letzten Tagen und Wochen gut trainiert, viele Dinge ausprobiert und neue Sachen eingebaut. Jetzt heißt es nur noch, eine Topleistung aufs Parkett zu bringen“, weiß Eger-Mraulak. Obwohl die Duchess in der jüngsten Vergangenheit für UBI stets zum Spielverderber geworden sind, ist das Verhältnis zum Erzrivalen ein gutes. „Die sportliche Rivalität ist groß, aber wir schätzen ihre Leistungen und umgekehrt.“
Schlechte Post ereilte die heimische Basketballfamilie am Tag vor dem Serienstart. So drohen vonseiten der Bundesregierung weitere Kürzungen, die sowohl den Leistungs- als auch den Nachwuchsbereich schwer treffen würden. „Wir haben leider schon jetzt Riesenprobleme mit dem Budget für die nächste Saison. Die Sponsoren reduzieren ihre Beiträge und auch die öffentliche Hand hat weniger Möglichkeiten“, weiß Eger-Mraulak. Dazu käme, dass die meisten großen Sport-Sponsoren nur zwischen zehn bis zwanzig Prozent in den Frauensport investieren würden. Umso wichtiger wäre es für die Grazerinnen, die am Sonntag (15 Uhr) im Sportpark ihr erstes Heimspiel haben, die Meisterschaft zu gewinnen. Denn der Obmann weiß: „Ein Titel hilft immer.“