Nach vier Stunden SpielzeitHitchcock-Thriller bringt Las Vegas letztes Play-off-Ticket

In der National Football League stehen die Mannschaften für das Play-off fest. Der letzte Spieltag des Grunddurchgangs war nichts für schwache Nerven.

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In Las Vegas war die Freude riesig
In Las Vegas war die Freude riesig © AP
 

Die 14 Teilnehmer an den Play-offs der National Football League (NFL) stehen fest. Und das nach einem Spieltag, der noch lange in Erinnerung bleiben wird. So sorgten einige faustdicke Überraschungen dafür, dass die Postseason nicht mit den von vielen erwarteten Teams über die Bühne gehen wird.

Ein Freilos für das Wild Card Weekend haben sich die Tennessee Titans (28:25 gegen die Houston Texans), die die AFC für sich entscheiden konnten, und die Green Bay Packers (30:37 gegen die Detroit Lions) in der NFC gesichert. In der National Football Conference rückten die Tampa Bay Buccaneers dank eines 41:17-Heimsieges über die Carolina Panthers auf Rang zwei nach vorne, was ihnen zumindest für zwei Play-off-Runden Heimrecht garantieren wird. Nächste Woche warten zum Auftakt die Philadelphia Eagles, die schon am Samstag den Dallas Cowboys mit 26:51 unterlagen. Die Los Angeles Rams fielen nach der 24:27-Overtime-Niederlage gegen San Francisco auf Platz vier zurück. Die 49ers lösten ihrerseits damit aber das Play-off-Ticket und müssen nun nach Dallas. Zudem treffen die Rams auf die Arizona Cardinals (30:38 gegen die Seattle Seahawks).

NFL-Play-off

Samstag, 15. Jänner:
Cincinnati Bengals (AFC 4) – Las Vegas Raiders (AFC 5, 22.30 Uhr MEZ)

Sonntag, 16. Jänner:
Buffalo Bills (AFC 3) – New England Patriots (AFC 6, 2.15 Uhr MEZ)
Tampa Bay Buccaneers (NFC 2) – Philadelphia Eagles (NFC 7, 19 Uhr MEZ)
Dallas Cowboys (NFC 3) – San Francisco 49ers (NFC 6, 22.30 Uhr MEZ)

Montag, 17. Jänner:
Kansas City Chiefs (AFC 2) – Pittsburgh Steelers (AFC 7, 2.15 Uhr)

Dienstag, 18. Jänner:
Los Angeles Rams (NFC 4) – Arizona Cardinals (NFC 5, 2.15 Uhr)

Freilose für das Wild Card Weekend:
Tennessee Titans und Green Bay Packers

In der AFC war die Spannung gar nicht zu überbieten. Das lag an der letzten Partie des Grunddurchgangs zwischen den Las Vegas Raiders und den Los Angeles Chargers. Die Vorzeichen waren einfach: Wer siegt, ist in den Play-offs, wer verliert, ist draußen. Aber: Ein Unentschieden hätte beiden Teams das Weiterkommen gesichert. Das lag daran, dass die Indianapolis Colts nach einer 11:26-Abfuhr bei den Jacksonville Jaguars im letzten Moment das Play-off verpassten. Dank eines 16:13-Erfolgs in der Overtime über die Baltimore Ravens rutschten die Pittsburgh Steelers vorübergehend in die Top sieben. Das Problem: Ein Remis zwischen den Raiders und den Chargers hätte das Aus für das Team aus Pennsylvania bedeutet. Und tatsächlich ging es mit einem 29:29 in die Overtime. Und das keineswegs mit einem Nichtangriffspakt a la Cordoba, sondern mit einem Hitchcock-Thriller, den man nicht besser schreiben könnte.

In der Nachspielzeit erzielten beide Mannschaften jeweils ein Field Goal und stellten so auf 32:32. Raiders-Quarterback Derek Carr führte seine Mannschaft bis zur 29-Yard-Linie der Chargers und nahm zwei Sekunden vor Ende ein Timeout. Kicker Daniel Carlson traf nach fast vier Stunden Spielzeit aus 47 Yards zum entscheidenden Field Goal, womit ein Fall Cordoba II abgewendet werden konnte – zur Freude der Steelers. Damit sind die Chargers raus und die Raiders stehen im Play-off, wo sie bei den Cincinnati Bengals (16:21 bei den Cleveland Browns) gastieren. Pittsburgh muss zu den Kansas City Chiefs (28:24 gegen die Denver Broncos). In einem Duell zweier Teams der AFC East empfangen die Buffalo Bills (27:10 gegen die New York Jets) die New England Patriots (24:33 bei den Miami Dolphins).

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