Der Auftakt ist geglückt, das Mevza-Debakel in Osijek erstmal vergessen. Der SK Aich/Dob bezwang im ersten Spiel des AVL-Halbfinals Ried am Ende überzeugend mit 3:1 (-22, 21, 19, 12). Dabei sah es nach eineinhalb Durchgängen alles andere als rosig aus. Die Bleiburger verloren nach passablem Beginn Mitte des ersten Satzes plötzlich den Faden und gaben diesen noch aus der Hand. Auch in Satz zwei konnten die Rieder lange mithalten und zwischenzeitlich sogar 12:10 in Führung gehen, doch dann lief das Zusammenspiel bei Aich/Dob plötzlich besser. „Wir haben wieder viel zu lange gebraucht, um ins Match zu finden. Den ersten Satz haben wir leider verschlafen. Es waren wieder nicht alle von Anfang an bereit“, kritisierte Sportchef Martin Micheu trotz Sieges seine Mannschaft.
Micheus Sohn Lukas, nach dem Ausfall von Jiri Srb der Hoffnungsträger auf der Position des Aufspielers, konnte trotz der Knöchelverletzung aus dem Match gegen Mladost Zagreb durchspielen. „Zum Glück haben wir ihn fit genug bekommen, sonst hätten wir vermutlich ohnehin keine Chance gehabt. Man hat gesehen, dass er nicht bei 100 Prozent war, aber er hat eine tadellose Leistung abgeliefert“, zeigte sich Micheu erleichtert und lobte seine Truppe auch für den vierten Satz: „Da haben wir zum ersten Mal seit langem gezeigt, was wir wirklich draufhaben. Service, Block, Angriff – alles hat plötzlich perfekt funktioniert. Insgesamt müssen wir uns für das Spiel in Ried aber deutlich steigern, denn dort tun wir uns immer schwer.“
Weber erneut der Unterschiedsspieler
Bester Mann des Abends war, wie so oft, der brasilianische Legionär Luan Weber, der mit seinem druckvollen Spiel von außen etliche wichtige Punkte erzielte. „Wir müssen echt froh sein, dass wir ihn haben. Er hat unseren Angriff wieder getragen und ist fast unersetzbar“, schwärmt Micheu. Bereits am Mittwoch darf Weber in Ried (19 Uhr) wieder seine Klasse unter Beweis stellen, wenn Aich/Dob in der Serie auf 2:0 stellen will.