Das Gesicht dieser Spiele gehört einer Algerierin, und dafür hätte Imane Khelif ihren finalen Boxkampf im Weltergewicht noch nicht einmal gewinnen müssen. Mal ehrlich, außer dem seligen Sigi Bergmann und ein paar Enthusiasten hätte das Frauen-Boxen wohl kaum einer mitbekommen, wenn nicht eine vogelwilde Diskussion um das Geschlecht zweier Kämpferinnen entbrannt wäre. Khelif und die Taiwanesin Li Yun-Ting haben zwar kein Spatzi, wohl aber ein Y-Chromosom, was ihnen höhere Knochendichte und bessere Muskeln beschert.