Es ist immer alles eine Frage der Inszenierung. Wer die Schwimmbewerbe bei Olympischen Spielen gesehen hat, weiß, was Entertainment, Show und Leistungssport ausmachen. Die Eindrücke, die man in der Pariser La Défense-Arena gewinnt, sind beispielhaft. In Deutschland bewegten die 400 Meter Kraul, jenes Rennen, in dem Felix Auböck erkrankt hinterherschwamm, die Massen: Der Magdeburger Lukas Märtens (22) gewann als erster deutscher Mann seit Michael Groß, dem „Albatros“, der 1988 in Seoul triumphiert hatte, olympisches Gold im Becken, Britta Steffen hatte 2008 das bisher letzte Gold für Deutschland geholt. Eine Parallele zu Österreich: 2008 gewann auch Mirna Jukic über 100 Meter Brust mit Bronze die bis dato letzte rot-weiß-rote Schwimmmedaille.