Verstappen vs. HamiltonFIA schmettert Antrag von Red Bull auf Neubewertung des Unfalls ab

Nach dem Crash zwischen Max Verstappen und Lewis Hamilton wies die FIA den Antrag auf Neubewertung von Red Bull zurück. Die Beweise waren nicht neu und relevant genug.

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Beim Grand Prix von Silverstone krachte Max Verstappen nach einer Berührung mit Lewis Hamilton mit 51G in den Reifenstapel
Beim Grand Prix von Silverstone krachte Max Verstappen nach einer Berührung mit Lewis Hamilton mit 51G in den Reifenstapel © (c) imago images/Motorsport Images (via www.imago-images.de)
 

Der siebenfache Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton wird nicht nachträglich für den Rennunfall vor knapp zwei Wochen bei seinem Heimsieg in Silverstone bestraft. Nach einer Anhörung der Teamverantwortlichen von Red Bull und Mercedes am Donnerstag auf dem Hungaroring in Budapest entschieden die Rennkommissare, es bei der Zehn-Sekunden-Strafe zu belassen, die Hamilton nach seinem Unfall mit Max Verstappen noch während des Rennens bekommen hatte.

Den Rennkommissaren reichten die von Red Bull vorgelegten angeblichen neuen Beweise nicht aus. Sie seien weder neu noch signifikant und eher erstellt als entdeckt worden, hieß es: "Aus diesem Grund weisen die Stewards den Antrag auf Überprüfung ab." Red Bull hatte sich von der erneuten Betrachtung des Hergangs mehr versprochen. Teamchef Christian Horner hatte mehrfach sein Unverständnis über die seiner Meinung nach zu lasche Strafe für Hamilton geäußert. Verstappen hatte nach der Berührung kurz nach dem Start die Kontrolle über seinen Wagen verloren und war mit enormer Wucht in die Reifenstapel eingeschlagen.

Schaden in Höhe von 1,5 Millionen Euro

Insgesamt legte Red Bull vier Beweisstücke vor, die alle vom Team erstellte Folien waren, um Folgendes zu zeigen: GPS-Daten, die sowohl Hamilton als auch Verstappens Auto zur Verfügung stehen; GPS-Datenzeichnung von "verschiedenen angeblichen Vergleichen" mit der Linie, die Hamilton genommen hat, als er Charles Leclerc später im Rennen an derselben Ecke an die Führung überholte; angebliche Rundensimulationen des Vorfalls sowie eine "Re-Re-Re-Re-Re-Re-Re-Darstellung" von Hamiltons Runde eins in Silverstone, basierend auf einer Runde, die angeblich von Alex Albon gefahren wurde.

Der Niederländer war danach in einem Krankenhaus noch mal durchgecheckt worden. Der Unfall soll laut Red Bull einen Schaden von 1,5 Millionen Euro verursacht haben. Durch den Sieg bei seinem Heimrennen in Großbritannien und das gleichzeitige Aus von Verstappen hatte Hamilton in der WM-Wertung den Rückstand auf nur noch acht Punkte im Klassement verkürzt. In Ungarn kann er beim letzten Rennen vor der Sommerpause die Gesamtführung zurückerobern.

Verstappen: "So feiert man so einen Sieg nicht"

Max Verstappen hat unterdessen die deutliche Kritik an Hamilton und dem Mercedes-Rennstall für deren Jubel nach dem Sieg von Silverstone bekräftigt. "Das zeigt, wie sie wirklich sind", betonte der 23-jährige Niederländer von Red Bull Racing am Donnerstag. Er wolle so nicht wahrgenommen werden. Während Verstappen nach dem Crash ins Krankenhaus gebracht wurde, hatten Hamilton und die Silberpfeile den Heimerfolg des siebenmaligen Weltmeisters euphorisch bejubelt. "So feiert man so einen Sieg nicht", meinte Verstappen.

Er berichtete auch, dass Hamilton ihn angerufen habe. Details nannte er nicht. Auf die Frage, ob der 36 Jahre alte Formel-1-Dominator der vergangenen Jahre schmutzig gegen ihn fahre, antwortete Verstappen etwas ausweichend: "Er hat es einfach falsch eingeschätzt in der Kurve." Zu dem Rest wolle er sich nicht äußern. Er selbst sieht bei sich keine Schuld an dem Crash. "Ich habe nichts falsch gemacht. Ich bin hart, aber nicht aggressiv gefahren, sonst hätte ich ihn in die Wand gedrückt", sagte Verstappen vor dem Großen Preis von Ungarn auf dem Hungaroring.

Natürlich konterte Hamilton all dem auf der obligatorischen Pressekonferenz vor dem Wochenende. "Ich würde nichts ändern", sagte Hamilton zu seinem Manöver. "Keiner von uns will, dass ein anderer Fahrer verletzt wird", betonte der Brite. Zur Feierkritik meinte er: "Es ist eine Sache, es zu wissen und zu feiern und es nicht zu wissen und zu feiern." Er habe zu dem Zeitpunkt nicht gewusst, dass Verstappen im Krankenhaus sei. Aber es sei auch sein Heimrennen gewesen und ein "monumentaler Moment" für das Mercedes-Team.

Die heftige und mitunter rassistische Kritik an ihm in den Sozialen Medien nach dem Sieg, durch den er in der WM auf acht Punkte an Verstappen herankam, sei für ihn nichts Neues, erklärte Hamilton. Er habe aber viel Zuspruch bekommen, auch aus der Formel 1. "Ich habe zum ersten Mal das Gefühl gehabt, dass ich nicht allein bin in diesem Sport", sagte Hamilton.

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Danke für Ihr Verständnis.

ReinholdSchurz
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Das war zu erwarten 🙋🏻‍♂️

Alpha Tauri Schwester Team ist jetzt gefragt, ich würde den Hamilton irgendwie von der Strecke katapultieren Geechtigt Muss sein 🤕

SoundofThunder
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Wer nachgibt hat verloren

Verstappen hat geglaubt dass Hamilton schon zurücksteckt. Aber dafür wird Hamilton nicht bezahlt um zurück zu stecken. Und wenn keiner nachgibt kracht es . Senna/Prost. Schumacher/Hill,…. Ist doch nicht neu.

1138285JERM
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MaFIA

Mercedes Associating For International Assistance, war ja nicht anders zu erwarten, dass Hamilton&Mercedes immer hofiert werden.

aToluna
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Red Bull

Kein Team ist in der F1 so unbeliebt, wie Red Bull, immer wieder fragwürdige Aktionen von den wiederholten Klagen ganz abgesehen, es gibt fast keine Fahrer, die Verstappen nicht schon von der Strecke gedrängt hat. Abwarten bis ihm Leclerc in die Querre kommt, da gibts die nächste Klage und auch Norris wird nicht nachgeben.
Vor ein paar Jahren, wäre der Zwischenfall (mehr war es nicht) als reiner Rennunfall gewertet worden. In der DTM ist das ein normaler Zweikampf ohne Folgen.

GanzObjektivGesehen
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“Wie die wirklich sind?”

Er glaubt im Recht zu sein, was ihm ja zugestanden werden muss, auch wenn andere (viel erfahrenere Fahrerkollegen und Offiziele) anderer Meinung sind. Seine pauschale Verurteilung der “anderen” weckt Erinnerungen und macht weder ihn noch seinen Rennstall sympathischer...

scionescio
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Der greise Unsympathler wird mit seiner unguten Art und seinem Altersstarsinn schön langsam zur PR-Katastrophe für Red Bull …

… mittlerweile habe ich immer öfter das Gefühl, dass der Herr Doktor gar nicht mehr mitbekommt, wie lächerlich er sich mit seinen situationselastischen und hasserfüllten Aussagen macht- wird langsam Zeit,,dass der Herr Mateschitz eingreift, bevor das Image von RB noch schlechter wird - von der einst unkonventionellen Truppe mit dem frischen Wind ist eine weinerliche Truppe von schlechten Verlierern geworden, die auch vor unlauteren Mitteln nicht zurückschreckt (Flexiwing, der trotz Freeze immer stärker werdende Motor, die unsicheren Boxenstoos, …)

SeCCi
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artikel

sein name kommt nicht 1x in dem artikel vor - spannend, dass das ganze dennoch ihm alleine zugeschrieben wird .oO

scionescio
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@Secci: Und nur weil der Herr Doktor nicht im Artikel erwähnt wird, ist er nicht die treibende Kraft hinter dieser lächerlichen Feindschaft mit Mercedes?

Der Unsympathler hat seinerzeit geradezu um Mercedesmotoren gebettelt, aber sein Intimfeind Lauda (auch wenn das Marko jetzt, wo Niki sich nicht mehr wehren kann, gerne andersrum darstellt…) hat persönlich in Stuttgart verhindert, dass es dazu kommt, weil der Herr Doktor bei Misserfolgen immer alles auf die anderen schiebt (zB Renault) und nie einen Fehler bei sich sieht.

Seitdem verfolgt der alte Mann in seiner gekränkten Eitelkeit Mercedes als viel erfolgreicheres Team, Toto als den mit Abstand besten Manager und Lewis als den mit Abstand erfolgreichsten Fahrer mit fast schon missionarischem Eifer- und dabei ist ihm nichts zu schäbig oder untergriffig!

Landbomeranze
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Eh kein Problem. Gibt ja noch

ausreichend Möglichkeiten zur Revanche.

Hazel15
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Revanche

Nicht doch, Verstappen drängt keinen von der Strecke.

SoundofThunder
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🤔

Den Leclerc schon. Voriges Jahr.