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Formel 1Offiziell: Sebastian Vettel und Ferrari gehen ab 2021 getrennte Wege

Die Gerüchte haben sich zuletzt verdichtet, jetzt steht es fest: Sebastian Vettel verlässt Ferrari nach 14 Siegen in sechs gemeinsamen Jahren in der Formel 1. Die "Scuderia Ferrari" machte die Trennung offiziell.

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© APA/AFP/WILLIAM WEST
 

Sebastian Vettel wird Ferrari nach sechs Jahren Ende 2020 verlassen. Das soll "Motorsport-Total.com" aus zuverlässiger Quelle erfahren haben. Die Scuderia aus Maranello bestätigte am Dienstag in einer Aussendung auch offiziell den Bericht. Auch in den sozialen Medien wies das Team aus Maranello darauf hin, dass man sich geeinigt habe, "den Vertrag nicht zu verlängern".

Gerüchte in der italienischen Presse besagen, dass ihm Renault bereits ein konkretes Angebot unterbreitet haben soll. Dort hat Daniel Ricciardo nach zwei erfolglosen Jahren die Lust auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit verloren, heißt es.

Der geplatzte Traum vom Titel

Bisher jagte Vettel vergeblich seinem Traum hinterher, genau wie sein Landsmann und großes Vorbild Michael Schumacher mit Ferrari Weltmeister zu werden. In der Vorsaison belegte er den enttäuschenden fünften Platz in der WM und musste sich erneut den übermächtigen Mercedes geschlagen geben.

Auch sein aufstrebender Teamkollege Charles Leclerc landete vor ihm. Der 22-jährige Monegasse unterschrieb bereits vor Weihnachten 2019 ein bis Ende 2024 gültiges Arbeitspapier. Leclerc ist die große Hoffnung des Teams für die Zukunft, während Vettel angeblich zuletzt nur noch einen Vertrag für ein weiteres Jahr angeboten bekommen haben soll.

Das scheint dem ehrgeizigen Ex-Red-Bull-Star zu wenig gewesen zu sein, obwohl Ferrari-Teamchef Mattia Binotto zuletzt immer wieder betonte, Vettel doch gerne halten zu wollen. Allerdings wurde auch über eine Gehaltskürzung von Vettel spekuliert. Er selbst hatte zuletzt in einer Videokonferenz gesagt, dass es keine Frist für eine Verlängerung gebe.

"Wie auch immer der Deal aussehen wird, das Team und ich werden uns damit wohlfühlen müssen", hatte der Deutsche, der seit seiner Ankunft bei Ferrari im Jahr 2015 nicht an die Erfolge mit Red Bull anknüpfen konnte, dabei verlauten lassen.

Seine vier WM-Titel gewann Vettel von 2010 bis 2013 mit dem lange Zeit fast unschlagbaren Red-Bull-Rennstall. Mit Ferrari klappte das nicht. Bekam er 2017 noch einen neuen Vertrag über gleich drei Jahre, läuft seine Zeit nun offenbar ab. Dass er 2020 doch noch mit der "Scuderia" Weltmeister wird, scheint unwahrscheinlich. Zum einen, weil der Brite Lewis Hamilton mit Mercedes erneut der übermächtige Favorit ist, zum anderen, weil völlig unklar ist, ab wann und wo in den kommenden Monaten überhaupt wieder gefahren werden kann.

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Danke für Ihr Verständnis.

wintis_kleine
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Schade eigentlich

denn Vettel passt zu Red Bull wie der berühmte "ArschaufEimer". Dort passte die Einstellung, der Teamspirit, das gesamte Paket machte einfach Spaß auch für mich als Zuschauer.
Und dann kam er zu Ferrari und war kaum mehr wieder zu erkennen.
In einer gewissen Weise eine arrogante Verhaltensart, die sich im Laufe der Zeit immer mehr steigerte, kaum mehr selbstkritisch und selbstreflektorisch, sondern immer die Schuld bei anderen suchend, blieb er schlussendlich viel schuldig, was sich seine Fans erhofft hatten.
Und 2019 hat er seinen "first Class Nimbus" endgültig an den Junior im Team verloren und war nicht nur hinter den Mercedes, sondern auch hinter den beiden "jungen Wilden" und damit auch hinter seinem ehemaligen Team gelandet.
"It´s time to say good by".
Hoffentlich schafft er den Absprung noch rechtzeitig, um nicht wie zum Beispiel ein Prost in den letzten Jahren seiner Karriere bei einem Underdog Team herumzukurven und sich über einen 10. Platz zu freuen, wenn mehr wie die Hälfte der Starter bereits ausgefallen sind.
Wäre schade um Vettel und das was er in seinen jungen Jahren geleistet hatte.

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plolin
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Sehr vernünftiger,

lieber Herr Vettel. Ferrari war einmal ein guter Rennstall. Betonung auf "war".

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SoundofThunder
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Die Gier is a Hund

Zu hoch gepokert und verloren. Bescheidene Erfolge (bei Ferrari) rechtfertigen seine Gehaltsvorstellung (30 Millionen) nicht.Von einem 4-fachen WM hätte man trotz Mercedes Dominanz (Schumachers Benetton war auch langsamer als Damon Hills Williams) mehr erwarten können (Schumacher verstand auch viel von SetUp und Entwicklung - Mercedes hat sehr von Schumachers Know How profitiert. Und das sage ich obwohl ich Schumacher nie mochte-zu Arrogant und zu Dominant.Aber Leistung muss man honorieren). Vettel hat auch einige Fehler gemacht. Und aus der Gerüchteküche:Rosberg arbeitet an seinem Comeback.Die deutsche Lobby will ja dass ein Deutscher um den Titel mitfahren muss weil sonst die TV-Quote sinkt (weniger Zuschauer-geringerer Werbewert-weniger Sponsorgelder).

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Zapfenstreich
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@SoundofThunder...

zugegeben, Schumacher war 7 mal Weltmeister, aber wie er zu den einen oder anderen Titel kam ist zu hinterfragen. Nicht umsonst hat er den Beinamen Schummel-Schumi.
Ohne Rücksicht hat er schwarze Flaggen missachtet, andere von der Strecke gerammt usw.
Rennfahrer zu sein heißt, man muss ein Einzelkämper sein, aber die Erfolge auf Kosten der Gesundheit anderer zu feiern zeigt von einem miesen Charakter, und den hat der Schumacher in seinem Beruf als Rennfahrer an den Tag gelegt.
Nur dort zu sein, wo er heute gesundheitlich ist, das wünscht man auch ihm nicht.

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SoundofThunder
2
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Ja

Ich kann euch beiden zustimmen. Schummel-Schumi und die Ferrari-Toleranzen hab ich nicht vergessen. Und dass er einen "riesigen Ellenbogen" hatte der für andere schon lebensgefährlich war auch nicht. Aber Mercedes wäre nicht so schnell so Dominant geworden ohne ihn.Er war mir ebenfalls unsympathisch,aber man muss es akzeptieren weil er gute Arbeit abgeliefert hat. Wie man WM wurde interessiert am Ende fast niemanden mehr.Beispiele:Vettels Stallkrieg (Rempler) gegen Webber haben auch alle vergessen.Oder Raikkonen wurde auch nur WM wegen dem Stallkriegs Alonso - Hamilton (um einen einzigen Punkt).Alonso hätte sich nur zurück fallen lassen sollen.Hamilton hat einen Titel weggeworfen (in seinem ersten Jahr bei McLaren,den zweiten wegen Alonso. Und gegen Rosberg hat es eine Art ausgleichende Gerechtigkeit gegeben als Hamilton Rosbergs "Pech" eingeholt hat.

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SagServus
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Aber Mercedes wäre nicht so schnell so Dominant geworden ohne ihn.

An der Mercedes Dominanz hat Schuhmacher mM keinen Anteil.

Die Dominanz resultierte aus dem neuen Regelwerk und der daraus resultierenden Übermacht auf Grund des am besten entwickelten Antriebspakets.

Schuhmacher hat keine einzige Runde mit so einem Gefährt gedreht.

Die Probleme und Fehler im Chassis, die schon seit Schumacher bestanden, hat man auch danach nicht wegbekommen. Konnten aber eben durch die Antriebseinheit wett gemacht werden und vielen nicht mehr so ins Gewicht.

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SoundofThunder
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Oder Barrichello

Fast WM geworden. Eine Runde vor Schluss gelang es Hamilton noch den Hülkenberg zu überholen.

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bb65
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@Sound

Das war nicht Barrichello sondern Massa in 2008, Und nicht Hülkenberg sondern Timo Clock wurde in den letzten kurven in Brasilien überholt von LH. Massa war da schon als Rennsieger im Ziel und dachte Weltmeister zu sein.

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SoundofThunder
1
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Sorry

Hast recht! Massa wars! Massas bitterster Rennsieg! Und das Timo Glock auch. Hab mich geirrt. Wenigstens stimmen die Nationalitäten der Rennfahrer überein😬!

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fastlife
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...

*hust* Glock war's der vom HAM überholt wurde ;)

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hbratschi
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die von dir angesprochenen rosberg- gerüchte...

...sind mir neu. seine rückkehr wär aber wünschenswert, denn er war der mmn sympathischere der (deutschen) fahrer. aber ich kann es nicht glauben, denn er hatte nicht nur können sondern auch einiges glück als er weltmeister wurde. ich denke, das wissen, gegen hamilton kein zweites mal wm werden zu können, war auch mit ein grund für seinen rücktritt. und genau diese klugheit hat mir bei rosberg imponiert...

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scionescio
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@hbratschi: das sehe ganz gleich wie du ...

... mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kann man ausschließen, dass Rosberg mit einem gleichwertigen Auto vor Hamilton landet - so viel Glück (und Pech bei Lewis) kann er nicht ein zweites Mal haben - daher war sein Rücktritt alternativlos und auch richtig.
Ich glaube auch, dass er mit der neuen Fahrergeneration mehr Probleme hätte, als ihm lieb wäre - er war ein Tüfftler und braver Trainierer, aber vom Talent und der Pace her, sind da etliche vor Rosberg.

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fastlife
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...

War zu erwarten. Hoffe das RIC jetzt zum zug kommt

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Miraculix11
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Der ist ja ganz nett

Aber nicht ganz schnell :-)

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SagServus
1
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Aber nicht ganz schnell :-)

Ja, wenn man mit der Renaultgurke unterwegs ist, stimmt das.

Hat im Red Bull jahrelang gezeigt, dass er mit zu den schnellsten im Fahrerfeld zählt.

Und, im Gegensatz zu Verstappen in seinen Anfangsjahren, ein brutal guter Überholer ist.

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scionescio
6
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@Druide: da wäre ich mir bei RIC nicht so sicher ...

... schneller als VET war er auf alle Fälle.

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