Ein Team, zwei Gefühlswelten. Bei Ferrari gab es nach dem Qualifying zum Großen Preis von Ungarn in der Formel 1 gemischte Gefühle. Charles Leclerc holte für die Scuderia auf der einen Seite sensationell die Pole Position und überraschte alle. Auf der anderen Seite legte Lewis Hamilton erneut einen Bauchfleck hin. Der siebenfache Weltmeister kam im Qualifying nicht über Platz zwölf hinaus.

Nach seinem Ausscheiden sparte der Brite nicht mit Kritik an der eigenen Leistung. „Das Team hat kein Problem, denn das Auto steht auf der Pole-Position“, antwortete er angesprochen auf mögliche Probleme mit dem Auto und fügte ein wenig Galgenhumor hinzu: „Am besten wäre es wohl, wenn wir den Fahrer tauschen würden.“

Hamilton mit harter Selbstkritik

Grundsätzlich passe innerhalb des Teams alles. „Es liegt einfach nur an mir“, gestand der 40-Jährige knallhart, ohne die Miene zu verziehen. „Ich bin nutzlos, absolut nutzlos.“ Bei schwierigen Verhältnissen mit aufkommendem Wind auf dem Hungaroring fehlten als Zwölfter am Ende ein paar Hundertstelsekunden auf die Qualifikation für Q3.

Für Hamilton nicht der erste Rückschlag in dieser Saison. Seit seinem Sprint-Sieg zu Saisonbeginn in China fährt der Superstar der Formel 1 nur hinterher. Bisher gelang ihm für das Team aus Maranello noch kein einziger Podestplatz in einem Grand Prix. Am vergangenen Wochenende in Spa-Francorchamps kam der Brite im Qualifying am Samstag nicht über Startplatz 16 hinaus. Die von vielen prophezeite Traum-Ehe der Formel 1 steckt also in der Krise.