Mit einer Traumrunde sicherte sich Ferrari-Star Charles Leclerc sensationell die Pole Position beim Großen Preis von Ungarn. Der Monegasse fügte den bis dahin dominanten McLaren eine herbe Niederlage zu und brannte in 1:15,372 Minuten die Bestzeit in den Asphalt. „Das ist sicher die überraschendste Pole Position meiner Karriere“, strahlte Leclerc. „Ich verstehe jetzt aber gar nichts mehr in der Formel 1. Damit habe ich wirklich nicht gerechnet. Mir fehlen ein bisschen die Worte.“

Oscar Piastri (+0,026) und Lando Norris (+0,041) blieben nur die Plätze zwei bzw. drei. Kurios: In Q2 waren die beiden McLaren-Fahrer noch deutlich schneller, als im Finale des Qualifyings. Die fehlende Pace in Q3 erklärte der WM-Führende Piastri mit dem aufkommenden Wind. „Es hat sich von da an einfach nicht mehr gut angefühlt. Ferrari hat einen super Job gemacht, da muss man gratulieren.“ Auch Teamkollege Norris gratulierte Ferrari und zeigte sich etwas ratlos: „Ich dachte, es war eine gute Runde, aber wir waren zu langsam.“

Verärgerter Verstappen

Als Vierter geht George Russell (+0,053) ins Rennen, dahinter folgt das Aston-Martin-Duo Fernando Alonso (5./+0,109) und Lance Stroll (6./+0,126). Max Verstappen (+0,356) kam nicht über Rang acht hinaus und polterte am Teamradio. „Ich hatte schon beim Rausfahren keinen Grip. Es ist tatsächlich so, als würde ich auf Eis fahren. Das ist unglaublich“, funkte ein verärgerter Niederländer an die Box.

Einmal mehr enttäuschend verlief das Qualifying für Yuki Tsunoda im Red Bull. Der Japaner schied erneut in Q1 aus und startet nur von Platz 16 aus ins Rennen. In Q2 erwischte es dann auch den siebenfachen Weltmeister Lewis Hamilton im Ferrari. Der Brite kam nicht über Startplatz zwölf hinaus, Mercedes-Rookie Kimi Antonelli wurde nur 15.