Die Vorgeschichte: Das Wut-Manöver von Max Verstappen hat beim Großen Preis von Spanien reichlich Verwunderung ausgelöst. In einer turbulenten Schlussphase kollidierte der Formel-1-Weltmeister mit seinem Red Bull absichtlich mit dem Mercedes von George Russell und verspielte wegen einer Zehn-Sekunden-Strafe wichtige Punkte im WM-Kampf, er wurde auf Rang zehn zurückgereiht. Während sich der Niederländer danach recht wortkarg gab, prasselte von vielen Seiten (zum größten Teil berechtigte) Kritik auf ihn ein.
Eine gewagte These zu Verstappens Eklat stellte Ralf Schumacher auf. Der deutsche Sky-Experte sagte, er könne sich vorstellen, dass der Niederländer mit Absicht eine Strafe kassierte. Das vermeintliche Ziel des vierfachen Weltmeisters: Bis zur Saisonhälfte so wenig Punkte wie möglich zu sammeln, um schlechter als Rang drei in der Fahrer-WM zu stehen. Denn dies würde dem 27-Jährigen aufgrund einer Vertragsklausel erlauben, aus seinem bis 2028 laufenden Vertrag bereits am Ende dieses Jahres auszusteigen.
Diese Unterstellung sorgte bei Verstappens Arbeitgeber für mächtig Ärger: „Das ist der größtmögliche Blödsinn. So etwas Dummes habe ich lange nicht mehr gehört. Max ist Racer durch und durch. Er will immer gewinnen und würde niemals so handeln“, sagte Red-Bull-Teamchef Christian Horner der deutschen Bild. Schumacher und Red Bull waren öfter nicht einer Meinung, deswegen kam es beim Grand Prix in Japan zu einer Aussprache. Die nächste könnte alsbald folgen.