Rot-weiß-rot taucht wieder im Endklassement eines Grand-Prix-Wochenendes auf – ein Meilenstein für den österreichischen Motorsport. Verantwortlich dafür ist mit Emma Felbermayr eine pfeilschnelle Motorsporthoffnung aus Oberösterreich, die bei ihrem Debüt in der Frauenserie „F1 Academy“ in China sofort zu überzeugen wusste und im zweiten Rennen Platz fünf einfuhr. Das Glück kam somit zurück, wurde sie tags zuvor auf Platz sechs liegend von einer Konkurrentin gedreht und fiel aus den Punkten.
Das Rennfahren bekam die 18-Jährige wortwörtlich in die Wiege gelegt. Vater und Opa Felbermayr teilen sich nicht nur den Vornamen Horst, sondern starteten auch bei den legendären 24 Stunden von Le Mans. Das Talent gaben sie an den Nachwuchs weiter. Mit sieben Jahren ging es für sie erstmals auf die Kartstrecke – von da an gab es wortwörtlich kein Halten mehr. Über diverse Nachwuchsserien gelang ihr der Sprung auf die Weltbühne, die von Susie Wolffs „F1 Academy“ mittlerweile geboten wird. Als Rookie gleich im ersten Rennen Punkte einzufahren, ist dabei mehr als nur eine Talentprobe. Viele trauen der Österreicherin in der Frauenrennserie, die mit Formel-4-Autos gefahren wird, mehr als nur Überraschungen zu.
Felbermayr will Bühne nützen
Vor allem, da die Österreicherin bisher kaum Erfahrungen im Formel-Sport gesammelt hat, weshalb die Tage und Wochen vor dem Saisonstart in Shanghai gespickt mit Testfahrten und Trainingseinheiten waren. Der harte Einsatz zahlte sich gleich bei der Premiere aus. Das soll nur der Anfang einer erfolgreichen Reise im Motorsport sein. Die „F1 Academy“ hat sich über die Jahre hinweg enorm entwickelt. Anfangs noch stiefmütterlich von den Verantwortlichen behandelt, ist die Serie mittlerweile spannend und ausgeglichen, wird besser vermarktet und in der ganzen Welt gezeigt. Die Bühne ist geboten und Felbermayr ist auf bestem Wege, sie zu nützen.