Wenn am Samstag um Punkt 16 Uhr die Superboliden in Le Mans in die erste Runde starten, zieht der Start des legendärsten Rennens der Welt nicht nur eingefleischte Fans der Langstrecken-WM in seinen Bann. Der Mythos des Circuit de la Sarthe ist legendär, der Asphalt nahezu heilig. Wer in Le Mans gewinnt, macht sich ein Stück weit unsterblich im internationalen Motorsport und genau diesem Vorhaben jagen auch 2025 wieder zahlreiche Superstars nach – einige mit einer mehr oder weniger glorreichen Vergangenheit in der Formel 1.
Denn in der Hypercar-Klasse, sozusagen der absoluten Creme de la Creme, duellieren sich nicht nur namhafte Hersteller, sondern auch absolute Stars. Mit Jenson Button sitzt sogar ein Weltmeister im Auto. Der 45-Jährige krönte sich in einer unvergessenen Formel-1-WM 2009 zum Weltmeister mit Brawn GP und versucht sich 2025 mit Cadillac auf der Langstrecke. Sein Teamkollege ist ebenfalls kein Unbekannter: Sébastien Bourdais. Der Franzose absolvierte insgesamt 27 Starts für Toro Rosso in der Motorsport-Königsklasse an der Seite eines gewissen Sébastien Buemi. Jahre später sind die beiden anstatt Teamkollegen erbitterte Konkurrenten. Der Schweizer Buemi fährt in Le Mans für Toyota in der Hypercar-Klasse.
Formel-1-Prominenz im Auto
Im zweiten Team der Japaner sitzen mit Kamui Kobayashi (75) und Nyck de Vries (11) insgesamt 86 Formel-1-Grand-Prix-Starts an Erfahrung im Auto. Vor allem der Niederländer de Vries dürfte vielen Fans noch bekannt sein, verlor er doch 2023 mitten in der Saison seinen Sitz bei Alpha Tauri. Nicht während der Weltmeisterschaft aber am Ende des vergangenen Jahres musste sich Kevin Magnussen aus der Formel 1 verabschieden. Der Däne, immer wieder bekannt für das ein oder andere aggressive Manöver, kam als Werksfahrer bei BMW unter und jagt nun seinen ersten Le-Mans-Sieg. Auf der Strecke könnte es dann zu einem Wiedersehen mit seinem ehemaligen Teamkollegen bei Haas kommen. Mick Schumacher, den sich vor allem in Deutschland viele in die Formel 1 zurückwünschen, startet zum zweiten Mal für Alpine bei den 24 Stunden von Le Mans.
Für Ferrari gehen mit Antonio Giovinazzi und Robert Kubica gleich zwei erfahrene Ex-Formel-1-Fahrer an den Start, wie auch für Peugeot, wo Jean-Eric Vergne und Paul Di Resta im Auto sitzen. Kurios: Im zweiten Auto der Franzosen sitzt mit Stoffel Vandoorne sogar ein „Aktiver“ aus der Motorsport-Königsklasse. Der Belgier ist einer der Reservefahrer für Aston Martin – genauso wie Felipe Drugovich, der für Cadillac an den Start geht. Haas-Testmann Ryo Hirakawa fährt in Le Mans für Toyota und rundet das „aktive“ Trio ab. Zwar nicht mit Formel-1-Erfahrung aber zahlreichen Weltmeistertiteln im Gepäck versucht sich auch MotoGP-Legende Valentino Rossi am 24-Stunden-Klassiker mit BMW in der LGMT3-Klasse.