Es war fast schon ein Déjà-vu für den WAC. Beim Heimspiel gegen Rapid Wien (1:2) streikte die Schiedsrichter-Technik, wodurch das Match mehrere Minuten unterbrochen werden musste. Auch am Samstag, als Ried in Wolfsberg mit demselben Ergebnis gewinnen konnte, gab es ähnliche Schwierigkeiten. Erst fiel der Ton der Headsets aus, anschließend kam es beim Videoassistenten auch noch zu einem Bildausfall. Dem Spielfluss fügte dieses Malheur diesmal allerdings keinen Schaden zu, dafür sorgten die Spieler selbst. Besonders der WAC wirkte über weite Strecken ideenlos, ließ dem oberösterreichischen Gegner zu viele Spielanteile und stellte nach dem Führungstreffer die Offensivbemühungen unverständlicherweise auf Sparflamme. Die Schwächen blieben auch dem neuen Trainer Peter Pacult, der sich zum Einstand mit der bereits dritten Heimpleite in dieser Saison abfinden musste, nicht verborgen. „Nach brauchbaren 20 Minuten ist bei uns der Faden komplett gerissen. Das war dann kein Spiel mehr, von dem man etwas mitnehmen kann. Die Enttäuschung ist natürlich riesengroß“, resümierte der Wiener, der erst seit vier Tagen bei den Lavanttalern im Amt ist und hatte schon beim Aufwärmen vor dem Spiel eine ungute Vorahnung. „Es war nicht diese Spritzigkeit, Lebendigkeit und Giftigkeit da. Da kann man während des Matches predigen, was man will. Es wird einfach nicht von allen aufgenommen und umgesetzt werden.“