Ganz Villach steht nach den schrecklichen Szenen, die sich im Herzen der Stadt abspielten, noch immer unter Schock. In der Draustadt wurde offiziell eine Trauerwoche eingeläutet und kommende Veranstaltungen wurden abgesagt. Die Villacher Eishockeydamen, die Lady Hawks spielten am Tag nach der grauenvollen Tat gegen Salzburg. Anstatt das Spiel abzusagen, entschied man sich nach Absprache mit der ganzen Mannschaft und dem Salzburger Team für eine Austragung der Begegnung. Jedoch nicht in den üblichen blau-weißen Farben, sondern in schwarzen Dressen.
Vor dem Spielstart gab es eine Gedenkminute. Die Stimmung in der Kabine war jedoch nicht wie an jedem anderen Spieltag. „Jeder war noch geschockt und keiner konnte es so richtig fassen“, sagt Obmann Walter Grud. Persönliche Kontakte zum Opfer gab es keine. Grud und der Headcoach Anthony London entschieden sich dafür, die psychische Betreuung selbst in die Hand zu nehmen. Grud: „Wir haben mit Anthony einen sehr empathischen Trainer, der mit den Mädels reden kann. Jede Spielerin reagiert zudem anders auf Ereignisse wie diese.“
VSV spielt mit Trauerflor
Der VSV entschied sich ebenso für eine Austragung des nächsten Heimspiels gegen Asiago am Freitag. In den sozialen Medien zieren schwarz-weiße Details die Seiten des Vereins. So auch das Facebook-Titelbild oder ein Instagram-Post, wo die Mannschaft vereint vor der Stadt steht und der Spruch „We are Villach“ zu sehen ist. „Beide Mannschaften werden mit Trauerflor spielen und es wird eine Gedenkminute geben“, sagt VSV-Geschäftsführer Martin Winkler.
Auch die Villacher Floorballer planen eine Aktion
Der VSV Unihockey wird beim nächsten Heimspiel am Samstag gegen IBK Cartoon Heroes ebenso ein Zeichen der Solidarität setzen. Neben der Gedenkminute werden auch die Floorballer das Spiel mit Trauerflor bestreiten. „Die schrecklichen Ereignisse des Wochenendes haben auch unseren Verein tief erschüttert. In solchen Momenten wird uns schmerzlich bewusst, wie relativ alles andere ist. Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien“, sagt VSV Unihockey-Obmann Stefan Rainer.