U23-Leichtathletik-EMSarah Lagger will beim Saisonhöhepunkt zuschlagen

Im Aufgebot der Leichtathletik-EM geben die Frauen den Ton an. Die Kärntnerinnen Sarah Lagger, Lea Bostjancic und Laura Zechner wollen in Estland voll angreifen und Edelmetall erobern.

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Sarah Lagger will bei der U23-EM hoch hinaus © GEPA pictures
 

Die europäische U23-Elite kommt ab morgen in Tallin zusammen, um ihre Meister zu küren. Im 15-köpfigen rot-weiß-roten Aufgebot stehen mit Sarah Lagger (Zehnkampf Union Linz/Siebenkampf), Lea Bostjancic (LAC Klagenfurt/Diskus) und Laura Zechner (ASKÖ Feldkirchen/ Staffellauf) auch drei Damen aus Kärnten, die unter insgesamt 1180 Athleten aus 48 Nationen starten werden.

Der Höhepunkt der Saison 2021 ist für Siebenkämpferin Lagger die U23-EM. Die gesamte Aufbauarbeit wurde zum Großteil auf diesen Wettkampf in Talinn ausgerichtet. Die 21-Jährige, die das Limit für die Olympischen Spiele relativ knapp verpasste, hat in Estland verständlicherweise einiges vor. „Ich will da schon ein Wörtchen um den Sieg mitreden“, sagt die U20-Weltmeisterin aus dem Jahr 2016.

Ein absoluter Traum geht für Bostjancic in Erfüllung, die sich mit mehrmaligen Verbesserungen der persönlichen Bestleistung bei den Staatsmeisterschaften in Salzburg für die EM qualifizierte: „Meine Saison lief bisher perfekt. Nun heißt es im finalen Wettkampf für diese Saison, noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren und mich von meiner besten Seite zu zeigen.“ Die 21-Jährige konnte sich noch mehr auf das Training konzentrieren, da ihr die Online-Lehre auf der Uni Klagenfurt mehr Zeit schenkte. Und so wurde das Limit für den ersten internationalen Auftritt erbracht: „Ich hoffe, die Nervosität ist bei meiner ersten EM nicht zu groß, ich freue mich aber schon sehr“, sagt die Klagenfurterin, deren Bestleistung ein Diskuswurf von 49,08 Metern ist.

Lea Bostjancic ist erstmals bei einem Großereignis Foto © GEPA pictures/ Jasmin Walter

Das große Ziel, ins Finale der 4x100-Meter-Staffel einzuziehen, strebt Zechner indes an. Mit Athletinnen aus Ober- und Niederösterreich bildet sie die österreichische Staffel. „Wenn alles optimal laufen würde, könnte es sich ausgehen mit dem Finaleinzug“, meint die TLC-Feldkirchen-Sprinterin, die nur einmal mit ihren Kolleginnen trainiert hat. Für die 21-Jährige ist es das erste große Event ihrer Karriere. „Für mich heißt es, internationale Erfahrung zu sammeln“, meint Zechner, die in Graz auf der FH Physiotherapie studiert und daher ihren Trainingsmittelpunkt in der Murstadt hat.

Privat/KK
Laura Zechner freut sich auf ihr erstes internationales Großereignis © Privat/KK

Trainiert wird sie von Christian Röhrling. Das Limit über die 100-m im Einzel hat sie um 15 Hundertstel recht knapp verfehlt, das nächste Limit peilt Zechner in der Halle an. „Das EM-Limit über die 60 Meter ist bei 7,40 Sekunden, meine Bestzeit liegt bei 7,54, da ist auf alle Fälle was möglich.“

 

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