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Klaus MitterdorferLAZ-Standorte sollen reduziert werden

KFV-Präsident Klaus Mitterdorfer und KFV-Sportdirektor Wolfgang Robatsch sprechen über die Veränderungen und Neuerungen im Kärntner Fußballgeschehen.

KFV-Präsident Klaus Mitterdorfer (links) und Sportdirektor Wolfgang Robatsch © (c) Daniel Raunig
 

Gehen wir gleich in die Vollen: Man hört von geplanten Veränderungen im Nachwuchsfußball. Was ist da dran?

Mitterdorfer: Wir denken ab der Saison 20/21 über eine Verschlankung der Landesausbildungszentren (LAZ) nach. Derzeit trainieren 140 Kinder an sieben Standorten. Das wird im Zusammenwirken mit dem WAC und Austria Klagenfurt zu viel. Eine Reduktion der Standorte hat nicht das Ziel, Kosten zu sparen, sondern die Qualität zu heben. Pro Jahrgang haben ein paar Spieler das Zeug für den Spitzensport. Diese gilt es herauszufiltern, ob beim Bundesliga-Klub, im LAZ oder direkt bei den Vereinen.

Spitzenfußball ist der eine Aspekt bei der Verbandsarbeit. Der andere ist der Breitenfußball. Auch hier gibt es viele Ideen?

Robatsch: Richtig, vor allem in der Trainerausbildung. Die höchste Ausbildung, die in Kärnten passiert, ist die B-Lizenz. Mit dieser darf bis zur Unterliga trainiert werden. Es gibt Überlegungen und Bestrebungen, dass diese künftig auch für die Kärntner Liga zugelassen wird. Das wäre eine ganz tolle Errungenschaft.

Wie ist das Echo bei den Trainerkursen?

Robatsch: Sehr gut. Der Kindertrainerkurs ist die entscheidende Hürde, ob wir bei den Personen das Interesse wecken, in diesem Bereich zu arbeiten. Zuletzt hatten wir 57 Teilnehmer und sogar schon das Thema, einen weiteren Kurs anzubieten. Und gemeinsam mit der Steiermark und Salzburg hielten wir erstmals einen Frauentrainerkurs mit 21 Teilnehmerinnen ab.

Auch bei der Vereinsförderung hat sich etwas getan?

Mitterdorfer: Genau. In Summe werden rund 300.000 Euro ausgeschüttet. Wir haben die Richtlinien adaptiert. Kriterien sind zum einen die Qualität der Trainer. Zum anderen möchten wir aber auch jene Vereine unterstützen, die sich generell mit dem Thema Nachwuchs auseinandersetzen. Bisher kamen 78 Vereine in den Genuss einer Förderung, künftig sind es 140.

Das, was sehr positiv ist, sind dann beinahe alle Vereine – deren Zahl aber stetig sinkt?

Mitterdorfer: Dass die Zahl rückläufig ist – rund 145 Vereine spielen mit Herren-Kampfmannschaften – ist nichts Erschreckendes, sondern einfach eine Tatsache. In sehr naher Zukunft werden wir gefordert sein, uns über die Ligen-Struktur Gedanken zu machen.

Über das „Gedankenmachen“ ist der Verband im Nachwuchs schon hinaus?

Robatsch: Ja. Wir hatten ein Pilotprojekt am Start, das jetzt österreichweit umgesetzt werden soll. Kinder, die körperlich jünger sind als ihre Alterskollegen, können nach einer medizinischen Untersuchung in dem Jahrgang darunter spielen.

Die vielen Veränderungen passieren nicht im Alleingang?

Mitterdorfer: Nein. Wir beziehen die Vereine ein. Wie bei der Regionalliga, wo sich die Klubs für die Beibehaltung des aktuellen Formats ausgesprochen haben. Oder bei den Unterligen. Da diskutierten wir sehr lange eine Teilung in Ost, Mitte, West. Letztendlich stimmten die Vereine für die aktuelle Regelung mit 30 Klubs in Ost und West. Wir wollen da als Verband sehr flexibel agieren und bestmöglich auf die Wünsche der Vereine eingehen.

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