EisschnelllaufHerzog ist das neue Objekt der Begierde

Nach ihrem Weltcup-Sieg über 1000 Meter im japanischen Obihiro ist Eisschnellläuferin Vanessa Herzog nun im Fokus des Interesses.

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Vanessa Herzog hat ihre Konkurrenz stets im Blickfeld. Seit Mittwoch schneit es in Japan fast ununterbrochen (kleines Bild)
Vanessa Herzog hat ihre Konkurrenz stets im Blickfeld. Seit Mittwoch schneit es in Japan fast ununterbrochen (kleines Bild) © Privat (2)
 

Seit ihrem Weltcup-Sieg in Obihiro über 1000 Meter mit Bahnrekord zieht Eisschnellläuferin Vanessa Herzog alle Blicke auf sich. Sie ist quasi das neue Objekt der Begierde. „Jeder hat diesen Erfolg wahrgenommen. So eine Beachtung gab es weder bei der EM noch Olympia. Dieser Lauf hat viel verändert. Dadurch hat sie eine enorme Anerkennung von allen Seiten bekommen“, zeigt sich Coach und Ehemann Tom Herzog stolz. Inzwischen werden ihre Zeiten mitgestoppt, ihre Technik unter die Lupe genommen, gefilmt und viele Athletinnen hängen sich im Training an die Europameisterin ran. „Wie wir vorher andere studiert haben, ist nun Vanessa im Fokus.“

Im japanischen Tomakomai macht ab Freitag der Freiluft-Weltcup Station. Eine, die dem Wettkampf entgegenfiebert, ist die Ferlacherin, die ein Gefühl für Natureis entwickelt hat. „Darauf bin ich aufgewachsen. Ich finde sofort meinen Rhythmus, habe Vertrauen in meinen Körper, kann dadurch tiefer in die Position gehen. Manche Asiaten haben Anpassungsprobleme.“ Gestern wurde die 23-Jährige aufgrund des Schneefalls zum Nichtstun gezwungen. Eine Tatsache, die sie hasst, „da werde ich unrund, dafür waren wir shoppen und ich hab’ mich auf das Rad gesetzt“. Ab Freitag sollte sich die Wetterlage bessern, „heute werden wir versuchen, den perfekten Slot zu finden. Wichtig ist, dass die besten sechs in den letzten drei Paaren starten und die Bedingungen so für alle gleich sind.“

Vor WM einen drauflegen

Wäre doch glatt ein Sieg über 500 Meter fällig, oder? „Mir fehlen am Start 15 Hundertstel auf Olympiasiegerin Kodaira, die unfassbar stark fährt. Die wären in einer Runde verdammt schwer aufzuholen“, gesteht Herzog, die ihre Form festigen will. „Vor der WM will ich noch einen drauflegen. Da muss Topspeed her, sprich hinter Männern fahren, dass ich ein paar Zehntel herausholen kann.“

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