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DolomitenradrundfahrtBis an die Grenzen und darüber hinaus

Lokalmatador Alban Lakata und Ex-Adler Martin Koch starten am Sonntag bei der Dolomitenradrundfahrt. Die Ausgangslage könnte unterschiedlicher nicht sein.

Natur pur: Allerdings hat es der Anstieg zum Lanzenpass in sich (Hauptbild). Lokalmatador Alban Lakata (links) wird sich den Spezialisten stellen. Ex-Skispringer Martin Koch (rechts) genießt während des Radtrainings auch die Aussicht © EXPA; KK; Privat
 

Neue Herausforderungen machen das Leben erst spannend. Eine prägnante Aussage, die auf Ex-Skispringer Martin Koch zutrifft. Vor 20 Jahren feierte der Villacher sein Debüt im Skisprung-Weltcup, 20 Jahre später steht er bei der Dolomitenradrundfahrt, die am Sonntag um 9.30 Uhr in Lienz in Szene geht und nach 112 Kilometern und 1870 Höhenmetern in der Lienzer Altstadt endet, am Start. „Nach meinem Karriereende wollte ich etwas in diese Richtung machen. 2015 hab’ ich einen Ironman 70.3 absolviert, doch drei Disziplinen zu trainieren war neben dem „Wirtschaft und Recht“-Studium zu viel. Und da mein Vater Radfahrer war, die Dolomitenrundfahrt gewonnen hat, hab’ ich es von klein auf mitbekommen und so nahm es seinen Lauf.“ In erster Linie steht für den Kärntner eben die Herausforderung im Vordergrund und der Reiz, ein anderes Terrain zu betreten.

Koch, der heuer 1400 Radkilometer abgespult hat, sieht das Event als Vorbereitung für den Ötztaler Radmarathon Anfang September, den er mit Kumpel Andreas Goldberger in Angriff nimmt.

So kann ich aus meiner Komfortzone heraus, hab’ ein Ziel vor Augen und kann auf etwas hintrainieren, dass mir Spaß macht. Es ist spannend zu sehen, wie der Körper nach so einer Belastung reagiert und dass man auch über seine Grenzen hinausgeht. Und in so einem Peloton zu fahren, ist für mich eine komplett neue Erfahrung, auf die ich mich freue.

Für alle Hartgesottenen im Feld steht am Sonntag der „SuperGiroDolomiti“ am Programm – die 232 Kilometer lange Strecke, gespickt mit 5234 Höhenmetern, verbindet die Regionen Osttirol, Kärnten und Friaul. Einer, der die Spezialisten gehörig unter Druck setzen will, ist Lokalmatador Alban Lakata, dreifacher Weltmeister, Vizeweltmeister und zweifacher Europameister im MTB-Marathon. „Oft lässt mein Rennkalender einen Start daheim nicht zu, aber heuer passt es perfekt. Die lange Distanz ist für mich eine Premiere, die kurze konnte ich schon zwei Mal für mich entscheiden. Ich kenne zwar die Strecke, aber nicht die Originalroute“, setzt der 38-Jährige, der sich selbst als Rennpferd bezeichnet, sobald er eine Startnummer hat, auf seine Routine.

Die Extremvariante umfasst nicht weniger als fünf hohe Pässe (Gailbergsattel, Plöcken-, Lanzen-, Nassfeldpass und Kartitscher Sattel), die die Athleten bewältigen. „Ich hab’ viel und gut trainiert und bin überzeugt, dass es mir entgegenkommt, vor allem die längeren Anstiege“, so Lakata, der sich auf Cran Canaria und Südafrika intensiv vorbereitet hat. Für den Lienzer geht es quasi Schlag auf Schlag. Ein Höhepunkt ist die Mountainbike-Marathon-WM im September in Italien sowie der traditionelle Dolomitenmann, wo er um den Einzelsieg mitkämpfen will. „Ein Fixtermin.“

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