Bereits vor dem zweiten Olympiagold von Snowboard-Superstar Benjamin Karl ging es wieder von vorne los. „Ein Mörder trägt die Fahne.“ Mit solchen Kommentaren wurde der zweifache Familienvater direkt bei den Spielen in Livigno konfrontiert. Der Auslöser war der damalige Verkehrsunfall 2021, bei dem ein Mann starb. „Der Großteil hat überhaupt keine Ahnung, wie die Umstände gewesen sind. Noch dazu sind das alles anonyme Konten, feige Hund. Manche sollen sich wirklich schämen.“

„Mir tun solche Menschen leid“

Dementsprechend hat der Fünffach-Weltmeister ein Zitat parat, das seiner Meinung nach zum Thema Hass im Netz passt: „Du musst verstehen, dass glückliche Menschen keine Zeit damit verschwenden, anderen zu schaden. Das Böse gehört zu den unglücklichen, frustrierten, mittelmäßigen und neidischen Menschen.“

Angesprochen auf Ratschläge meint der Lienzer: „Du kannst mit solchen Leuten nicht rational reden. Sie leben im Hass. Da bringen keine Tipps etwas, denn diejenigen sind unbelehrbar. Mir tun solche Menschen leid“, verriet Karl und hört auf Postings zu lesen, wenn es in einen Shitstorm ausartet. Nach seiner Aussage: „Darts sei kein Sport“, wurde er ebenfalls wüst beschimpft. „Auch da ist es ordentlich zugegangen“, sagt der einstige Parallelboarder, der sich bekanntlich nun aufs Rad wagt.