Der Countdown läuft. In 66 Tagen erfolgt der Startschuss, wenn eine der größten Sportveranstaltungen des Landes bei „Kärnten Läuft“ wieder Tausende Menschen bewegt. Das Event um Organisator Michi Kummerer ist längst zu einem Flaggschiff geworden und hat abseits des Spitzensports in vielen Bereichen einen gewaltigen Stellenwert erreicht: im Tourismus, in der Gesundheitsvorsorge und natürlich in der Wirtschaft. Von fünf Millionen Euro Wertschöpfung spricht Kummerer. Nicht weniger als elf Bewerbe werden zwischen 23. und 25. August die Klagenfurter Ostbucht in ein Laufmekka verwandeln.
In diesem Jahr soll das Wochenende im Zeichen der Frauen stehen. Nicht nur beim Raiffeisen Frauenlauf, bei dem es 5000 Meter zu bewältigen gibt. Und der weibliche Ansturm ist bemerkenswert. Bei ähnlichen Events in Österreich wird ein Frauen-Anteil von 35 Prozent verzeichnet. Bei „Kärnten Läuft“ sind es 45 Prozent. Damit nicht genug. Im Spitzenfeld wird mit Julia Mayer eine heimische Weltklasse-Läuferin am Start stehen. „Vielleicht bringt sie einen Erfolg von den olympischen Spielen in Paris mit an den Wörthersee“, meint Kummerer schmunzelnd.
Eine Lokalmatadorin, die ebenfalls Sieg-Ambitionen hegt, ist Barbara Bischof. Das Klagenfurter Aushängeschild hat im Vorjahr beim Graz Marathon überrascht und sich den Sieg geholt. „Wir haben uns nach Kärnten Läuft dazu entschlossen, dass ich dort antreten werde. Und am Ende war das mein genialster Sieg“, zeigt sich die Klagenfurterin noch immer euphorisch.
Das begeisternde Ambiente am Ufer des Wörthersees (Slogan: “Pack die Laufschuhe und die Badehose ein“) zieht auch außerhalb Kärntens – 50 Prozent der Teilnehmer reisen extra für die Veranstaltungen an. „Sport und Tourismus bilden hier eine perfekte Symbiose. Es ist natürlich auch ein Volkslauf. Aber wir können stolz darauf sein, dass insgesamt 40 Nationen an den Start gehen“, sagt Kärnten Werbung-Chef Klaus Ehrenbrandtner. Und weil die Freude am Laufen und der Spaß an der Bewegung wichtige Faktoren für Trainings in der grauen Jahreszeit bilden, soll der Wiener Städtische Night Run mit vielen Verkleideten die Athleten daran erinnern.
Für die Sicherheit beim Halb- und Viertelmarathon wurden heuer sogar „Running doctors“ engagiert, die im Fall des Falles sofort helfen können. „Das Knistern ist bereits da, wenn man auf den Wörthersee blickt“, waren sich die Podiums-Gäste bei der Pressekonferenz im Schlosshotel Velden einig.