AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Als Präsident wiedergewähltDas will Wolfgang Bartosch im Fußballverband noch bewegen

Wolfgang Bartosch wurde als steirischer Fußballverbandspräsident wiedergewählt und hat auch für die kommenden vier Jahre einiges vor.

SOCCER - BL, Sturm, Gala and Clubbing
Wolfgang Bartosch © GEPA pictures
 

Seit 2011 sind Sie Präsident des Steirischen Fußballverbandes (StFV). Nun wurden Sie und Ihr Präsidium – ohne Gegenkandidaten – mit 100 Prozent Zustimmung wiedergewählt. Das sieht auf den ersten Blick merkwürdig aus.
WOLFGANG BARTOSCH: Im ehrenamtlichen Bereich ist das nicht so ungewöhnlich. Es gibt im StFV einen Wahlausschuss, der einen einheitlichen Wahlvorschlag erstellt. Ich sehe das eher als Bestätigung.

Wofür?
BARTOSCH: Es waren 302 Vertreter der 328 steirischen Fußballvereine bei der Wahl. Diese Anwesenheit beweist, dass wir den Dialog mit den Vereinen erfolgreich pflegen und unsere Bemühungen anerkannt werden.

Worauf führen Sie das zurück?
BARTOSCH: Wir bauen darauf, im ehrenamtlichen Bereich keine Strukturen zu verschlanken, sondern Leute einzubinden. Wir brauchen Leute im Vorstand, die mit den Vereinen regelmäßig in Kontakt stehen und jedes Wochenende auf den Plätzen sind. So hören wir sofort, was wo nicht passt.

Auf welche Errungenschaften sind Sie in Ihrer Ära stolz?
BARTOSCH: Unser Budget war zu Beginn sehr angespannt. Mittlerweile stehen wir finanziell gut da. Wir haben auf unserem Verbandsareal das Stadion renoviert, das Bürogebäude generalsaniert und einen Kunstrasenplatz aus eigenen Rücklagen gebaut. Wir schütten jährlich 750.000 Euro an Vereinsförderungen aus. In der kommenden Saison wird es im Steirercup wieder Prämien geben. Das Akademie-Projekt mit dem SK Sturm ist eine echte Erfolgsgeschichte. Dazu haben wir etliche innovative Modelle entwickelt. Dazu zählen Online-Umfragen für Vereine, die Relegationseinführung im Unterhaus oder Spielgemeinschaften in zweiten Kampfmannschaften.

In welchen Bereichen gibt es Aufholbedarf?
BARTOSCH: Wir wollen im Frauen- und Mädchenfußball noch mehr Zeichen setzen. Da steht die Gründung einer Akademie auf der Agenda, um Mädchen auch ab dem Alter von 14 Jahren beim Fußball zu halten. Zudem brauchen wir mehr Zulauf und Breite. Mit Elisabeth Tieber, unserer neuen Frauenfußball-Kommissionsvorsitzenden, erhoffen wir uns viel. Dazu müssen wir allgemein dem Nachwuchs mehr Bedeutung zukommen lassen. Wir brauchen dafür auch sehr gut ausgebildete Trainer. 2018 haben wir allein 360 Trainer aus- bzw. fortgebildet. Diesen Weg wollen wir weitergehen. Bei den Schiedsrichtern müssen wir aufstocken, unser Ziel sind 400, aktuell haben wir rund 320, was ohnehin zu wenig ist.

Was fasziniert Sie am steirischen Fußball?
BARTOSCH: Pro Wochenende sind rund 100.000 Leute auf den steirischen Fußballplätzen. Das hat eine gewaltige gesellschaftliche Dimension. Auch die Integration ist vorbildlich. Da jubeln auch Moslems mit Christen gemeinsam.

» Spielberichte und Live-Ticker von Ihrem Fußballverein auf ligaportal.at
Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren