AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

LaufmaschinenWarum die WAC-Spieler besser als Alaba, Reus und Co. sind

Die Wolfsberger Laufmaschinen rennen der deutschen Bundesliga um die Ohren. Fünf Gründe für die herausragende, körperliche Verfassung.

Marcel Ritzmaier lief gegen die Austria mehr als die Spieler in der deutschen Bundesliga © (c) GEPA pictures (GEPA pictures/ Philipp Brem)
 

Am Sonntag empfängt der WAC um 14.30 Uhr Rekordmeister Rapid. Können die Wölfe die Leistung vom 3:2-Sieg bei der Wiener Austria wiederholen? Ja, wenn sie wieder eine ähnliche Laufbereitschaft zeigen. Wie Marcel Ritzmaier, der gegen die Violetten 12,888 Kilometer herunter spulte. Unglaublich, aber wahr: Ritzmaier wäre damit in der abgelaufenen Runde der deutschen Bundesliga auf Platz eins gelegen! Und seine Teamkollegen Christopher Wernitznig (12,797 km) und Mario Leitgeb (12.625 km) hinter dem Mainzer Jean-Paul Boetius (12,841 km) auf den Rängen drei und vier. „Dabei ist das noch gar nicht das Wichtigste“, erklärt WAC-Physio Wolfgang Schriebl. „Entscheidend ist, wie viele Meter du sprintest. Und auch da haben Wernitznig, Ritzmaier und Lukas Schmitz Werte, die man in der deutschen Bundesliga kaum findet.“

Laufleistungen

WAC gegen die Austria
Marcel Ritzmaier: 12,888 Kilometer
Christopher Wernitznig: 12,797 km
Mario Leitgeb: 12,625 km
Michael Liendl: 12,014 km

Deutsche Bundesliga, 10. Runde
Jean-Paul Boetius (Mainz): 12,841 km
Davy Klaassen (Bremen): 12,596 km
Joshua Kimmich (Bayern): 12,555 km
Alessandro Schöpf (Schalke): 12,551
Marco Reus (Dortmund): 12,080
David Alaba (Bayern): 11,102

Sprint: 20,0 bis 25,0 km/h
Marcel Ritzmaier: 1060 Meter
Christopher Wernitznig: 1045 Meter
Lukas Schmitz: 808 Meter

Sprint über 25 km/h
Lukas Schmitz: 349 Meter
Christopher Wernitznig: 264 Meter
Marcel Ritzmaier: 231 Meter

Wie ist sowas möglich? „Verantwortlich dafür sind mehrere Faktoren“, verrät Schriebl.

1. Die intelligente Kaderzusammenstellung: Trainer Christian Ilzer suchte und fand stabile Spieler, die möglichst optimal in sein System passen und in den vergangenen Jahren wenig verletzt waren.

2. Die Trainingsgestaltung: Umfänge und Intensität sind um ein Vielfaches höher als in den vergangenen Jahren.

3. Der Konkurrenzkampf: Der Kader ist groß und gleichwertig. Kein Spieler ist gesetzt, muss sich in jedem Training beweisen. Niemand will auch nur eine Einheit verpassen.

4. Der innere Antrieb: Die Spieler kommen lange vor dem offiziellen Trainingsbeginn und bleiben lange nach Trainingsende, um individuelle Übungen zu absolvieren. „Sehr viele Spieler kommen zu mir, fragen, wie z.B. in England trainiert wird“, verrät Schriebl. „Die Spieler fordern dann von mir ein zusätzliches Programm für zu Hause. Diese Eigendynamik ist lässig, taugt mir.“

5. Die Verletztenliste: Diese ist bis auf Stefan Gölles (Schambein) praktisch gar nicht vorhanden. Da scheint der WAC einiges richtig zu machen. Wie zuletzt bei Marc Schmerböck und Mario Leitgeb. „Wir haben sie für das Cupspiel gegen Rapid herausgenommen, obwohl sie gerne gespielt haben“, erläutert Schriebl die Vorgehensweise. „Sie haben dem Trainer- und dem medizinischen Team vertraut: Wenn ihr das sagts, dann wird das so passen.“ Es hat gepasst. Im darauffolgenden Spiel gegen die Austria hat ein topfitter Mario Leitgeb drei Mal getroffen.

Auch die Fortschritte bei Dever Orgill sind nach dessen Gehirnerschütterung große. „Er steht schon wieder im Mannschaftstraining, vielleicht sitzt er am Samstag gegen Rapid auf der Bank.“

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren