Die organisierten Fanklubs der Grazer haben auf der Plattform "kollektiv1909.at" über ihre Pläne für die kommende Saison informiert. "Ein streitbares Registrierungsverfahren über einen Drittanbieter, zugewiesene Plätze im Schachbrettmuster sowie Maskenpflicht abseits des eigenen Platzes lassen unseren Wunsch nach dem von uns so geliebten Fußballerlebnis nach wie vor in weite Ferne rücken. Wir maßen uns nicht an, diese Vorgaben angesichts der Lage auf der ganzen Welt in irgendeiner Form zu bewerten, deshalb liegt es uns auch fern, unsere weitere Vorgehensweise als Protestmaßnahme verstanden zu wissen. Gleichwohl sind lautstarke Gesänge, Einpeitscher für die Masse, ein kompakter Block, der eng an eng singt und hüpft, kollektive Emotionen, Umarmungen oder schlicht der soziale Faktor essenzielle Bestandteile einer bunten und lebendigen Kurve", heißt es.
"Daher ist es uns unter den aktuellen Gegebenheiten schlichtweg unmöglich, unseren Support in gewohnter Form authentisch auf die Beine zu stellen und den Spielen als Fangruppen in organisierter Form beizuwohnen."
Weiters ruft das Kollektiv 1909 dazu auf, dem Verein die Treue zu halten: "Völlig unabhängig davon, ob man die Spiele individuell besucht, sollte für alle Schwoazen aber weiterhin im Fokus stehen, den Verein in dieser schwierigen Lage bestmöglich zu unterstützen. Wer das Stadion besucht, kann und soll die Mannschaft unter Beachtung der Vorgaben bestmöglich anfeuern. Aber auch für all jene, die unter diesen Umständen auf den Stadionbesuch verzichten, stellt der Kauf von Abo und Mitgliedschaft den ultimativen und unverzichtbaren Treueschwur zum Verein dar."