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Fußball-Bundesliga2:3 gegen WSG Tirol - bei der Austria kriselt es weiter

Die WSG Tirol hat zum dritten Mal in dieser Saison die Austria düpiert. In der 12. Runde der Fußball-Bundesliga gewann die Mannschaft von Trainer Thomas Silberberger am Samstag 3:2 (2:0) in Wien-Favoriten.

James Jeggo
James Jeggo und die Austria kommen nicht vom Fleck © APA/HANS PUNZ
 

Nach vier sieglosen Partien war es der erste volle Erfolg für die Wattener. Für die Austria, die den Start in der Generali Arena verpatzte, setzte es den nächsten Tiefschlag.

Die Austria lag nach einem völlig verschlafenen Beginn nach nicht einmal fünf Minuten mit zwei Toren zurück. Ein Eigentor von James Jeggo (4. Minute) sowie Benjamin Pranter (5.) schockten die Violetten vor dem eigenen Publikum, das nicht zum ersten Mal in dieser Saison die Unterstützung auf ein Minimum reduzierte. Von der Osttribüne gab es in der ersten Hälfte überhaupt keine Anfeuerung.

Nach dem Anschlusstreffer durch Alon Turgeman (52.) zeigte sich die Austria verbessert. Zlatko Dedic (68.) traf dennoch zum 3:1. Christoph Monschein (73.) verkürzte abermals, mehr gelang der Truppe von Christian Ilzer nicht mehr.

Der Austria-Trainer schickte erstmals in dieser Saison zweimal hintereinander die gleiche Startelf aufs Feld. WSG-Coach Silberbeger musste seine Abwehr wegen der Sperre von David Gugganig umbauen und setzte zum ersten Mal auf eine Viererkette mit Michael Svoboda in der Innenverteidigung. Im Mittelfeld gab er dem Ex-Austrianer Florian Mader, Clemens Walch und Florian Rieder eine Chance.

In der Anfangsphase offenbarte die Austria in der Abwehr eklatante Schwächen. Nach einem kurz abgespielten Corner konnte Pranter unbedrängt flanken, Svoboda traf den Ball aber nicht richtig. Dafür köpfelte der Australier Jeggo die Kugel unglücklich ins eigene Netz. Keine Minute später kamen die Wattener nach einem Einwurf in der eigenen Hälfte schnell nach vorne. Im Strafraum ließ Florian Klein Pranter gewähren, der im zweiten Versuch auf 2:0 stellte.

Wenn man in St. Pölten nur einen Punkt holt, gegen Wattens verliert und den bisherigen Verlauf der ganzen Saison kennt, ist es ganz normal, dass Unruhe aufkommt.

Christian Ilzer (Austria-Trainer)

Die Tiroler machten anschließend nicht viel mehr als nötig, waren aber allein wegen der Fehlerdichte der Austria weiter gefährlich. Ein Distanzschuss von Rieder (40.) verfehlte das Tor. Beim Heimteam funktionierte das Passspiel überhaupt nicht, die meisten Zweikämpfe gingen verloren. Die besten Aktionen der Ilzer-Elf waren ein Freistoß von Dominik Fitz (44.) und ein Schuss von Turgeman (45.+2) - beide knapp daneben.

Nach Seitenwechsel vergab Dedic (48.) eine Riesenchance auf den dritten Treffer kläglich. Dann schoss Turgeman (52.) nach einem Pass in den Rücken der Tiroler Abwehr zum 1:2 aus Sicht der Austria ein. Die Ausgleichschance ließ Monschein (54.) aus. Dedic (68.) versetzte den Hoffnungen der "Veilchen" den nächsten Dämpfer, doch Monschein (73.) köpfelte nach einem Patzer von WSG-Torhüter Ferdinand Oswald zum 2:3 ein. Die Schlussoffensive der Austria brachte nichts mehr ein.

Zum Schluss kann es 4:2 für uns ausgehen, aber auch 3:3. In Summe sind wir sehr glücklich, dass wir da gewonnen haben.

Thomas Silberberger (Tirol-Trainer)

Nach dem 3:1 zum Liga-Auftakt und dem 5:2 im ÖFB-Cup Ende September war es der dritte WSG-Sieg gegen die Violetten in der laufenden Saison. In der Tabelle schloss man zur Austria auf, blieb aber wegen der weniger erzielten Tore hinter ihr auf Platz acht. Der Sechste Hartberg verdoppelte den Vorsprung auf Platz sieben auf sechs Punkte.

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