Für Rapid gab es am Donnerstagabend in London nichts zu holen. Von Anfang an dominierte Arsenal nach Belieben und ließ dem österreichischen Vertreter keine Chance. Bereits in der zehnten Minute brachte Alexandre Lacazette mit einem Fernschuss die Engländer in Führung. Beim Treffer hatte Rapid-Schlussmann Richard Strebinger aber seine Finger im Spiel. Oder besser gesagt, er hatte sie nicht im Spiel. Der Ball wäre auf jeden Fall haltbar gewesen. Acht Minuten später war er beim 2:0 dann chancenlos. Pablo Mari köpfelte nach einem Eckball ein und entschied die Partie somit vorzeitig. Von der komplett zusammengewürfelten Mannschaft aus Wien kam in Durchgang eins viel zu wenig. Im Gegensatz zu den Londonern, die kurz vor der Pause nach einer schönen Kombination auf 3:0 erhöhten. Eddie Nketiah durfte sich diesmal in die Torschützenliste eintragen.

Nach der Pause steigerte sich die Mannschaft von Trainer Dietmar Kühbauer etwas und belohnte sich bereits kurz nach Wiederanpfiff dafür. Kelvin Arase vollbrachte es zunächst, vor dem leeren Tor zweimal Arsenal-Verteidiger Sead Kolasinac abzuschießen. Den Abpraller versenkte Koya Kitagawa zum 1:3. Am Spielverlauf änderte sich aber wenig. Die Londoner dominierten weiter und erhöhten in Minute 65 verdient auf 4:1. Ainsley Maitland-Niles legte ideal auf den eingewechselten Emile Smith Rowe, der aus wenigen Metern nur mehr Strebinger bezwingen musste. Daraufhin schaltete die Heimmannschaft etwas zurück und spielte die drei Punkte sicher nach Hause.


Die Trauer bei Rapid dürfte sich trotz der vier Gegentore in Grenzen halten. Bereits vor der Partie war klar, dass die Entscheidung über den Aufstieg in der letzten Runde gegen Molde fallen wird. Gewinnen die Hütteldorfer dieses Spiel, überwintern sie im Europacup.