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Nach Minsk-Sieg

Barisic: "Nach wie vor gefährlicher Außenseiter"

Nach der makellosen Bilanz in der Europa League steigt Trainer Zoran Barisic auf die Euphoriebremse. Er freue sich über den Erfolg, denke aber, dass sich die Mannschaft weiterhin verbessern muss.

FUSSBALL EUROPA LEAGUE: DINAMO MINSK - SK RAPID WIEN
Steffen Hofmann schoss den Siegestreffer © APA/GEORG HOCHMUTH
 

Rapid hat in der Europa League auch das zweite Gruppenspiel gewonnen. Die Hütteldorfer setzten sich am Donnerstagabend in Borisow gegen Dinamo Minsk verdient 1:0 (0:0) durch und übernahmen damit auch die Tabellenführung in der Gruppe E. Für die Entscheidung sorgte Kapitän Steffen Hofmann (54.), der auch schon beim 2:1-Heimsieg gegen Villarreal getroffen hatte.

Wir haben sehr gehofft, dass wir die drei Punkte einfahren können. Wir haben gewusst, dass es sehr schwierig wird. Minsk hat hauptsächlich verteidigt, aber wir haben es gut gemacht und verdient gewonnen. Es läuft im Moment bei uns allen sehr gut und wir hoffen, dass es so weitergeht. Ich hoffe, dass wir noch ein paar Siege mehr machen können. 

Steffen Hofmann (Rapid-Kapitän und Torschütze)

"Wir freuen uns, dass wir so gut gestartet sind", sagte Trainer Zoran Barisic, betont im gleichen Atemzug aber: Man wisse, wie schnell es im Fußball in eine andere Richtung gehen kann. Bescheidenheit sei daher angebracht. "Wir müssen uns weiter verbessern und sind sind nach wie vor gefährlicher Außenseiter."

Besonders angetan zeigte sich Barisic von der Leistung in der Phase des Gold-Tores durch Steffen Hofmann. Danach jedoch kam etwas Sand ins Getriebe. "Ich hätte mir vorgestellt, dass wir nach dem Führungstor genauso weiterspielen wie davor. Das wäre der nächste Step, daran arbeiten wir."

Erster Auswärtssieg seit 2010

Dank Hofmann durften sich die Rapidler über den ersten Auswärtssieg in der Europa-League-Gruppenphase seit dem 2:0 gegen ZSKA Sofia im Oktober 2010 freuen, in der aktuellen Europacupsaison sind sie damit in der Fremde weiter ohne Niederlage. Das freute auch die 500 mitgereisten Rapid-Anhänger, die im Stadion für tolle Stimmung sorgten.

Es war ein hartes Spiel für uns alle, wir sind unheimlich froh, gewonnen zu haben und sechs Punkte zu haben. Wir haben super gekämpft und gut gespielt gegen einen defensiv stehenden Gegner. Wir sind müde und hin und müssen jetzt regenerieren, denn wir wollen am Sonntag gegen Salzburg drei Punkte holen. 

Florian Kainz (Rapid)

Bei den Rapidlern wurde Louis Schaub überraschend rechtzeitig fit, der Mittelfeldspieler, der vor acht Tagen noch im Cup-Duell mit dem Regionalligisten Amstetten mit einer Knöchelverletzung vom Platz getragen worden war, stand auch in der Startformation. Kurz vor dem Pausenpfiff überknöchelte der 20-Jährige aber und musste für Philipp Schobesberger Platz machen.

Minsk nur einmal gefährlich

Die erste Hälfte hatte extrem wenig zu bieten. Die zweikampfstarken Weißrussen standen erwartungsgemäß sehr defensiv, den Hütteldorfern fiel trotz deutlich höherem Ballbesitz wenig ein, um den Abwehrriegel der Hausherren zu knacken. Nur zweimal kamen sie der Führung sehr nahe. Florian Kainz tankte sich gut durch, sein Abschluss war aber nicht präzise genug (22.). Kurz vor der Pause setzte Matej Jelic den Ball nach Kainz-Hereingabe aus drei Metern am kurzen Eck an die Stange (41.).

Ich bin sehr erleichtert, vor allem nach der Schlussphase wo wir nicht mehr so imstande waren, den Ball so in den eigenen Reihen zu halten. Wir haben auch das Glück des Tüchtigen gehabt, ich glaube aber, dass es alles in allem ein verdienter Sieg und guter und gelungener Auftritt meiner Mannschaft war. Die ganze Aktion beim Tor war schön. Das hat Steffen genauso sehr gut gemacht, wie alle anderen, die daran beteiligt waren. Es ist schön, sechs Punkte auf dem Konto zu haben. Der Start ist gelungen, auf die Tabelle schaue ich aber gar nicht. Jetzt freuen wir uns auf die nächsten Herausforderungen. 

Zoran Barisic (Rapid-Trainer)

Die Weißrussen waren nur einmal brandgefährlich. Fatos Beciraj entwischte Rapids Abwehrchef Mario Sonnleitner, schoss aber aus rund zehn Metern am langen Eck vorbei (26.).

Minsk acht Partien ohne Sieg

Zu Beginn der zweiten Hälfte präsentierten sich die Wiener von einer besseren Seite, Jelic blieb vorerst aber noch nach einer Pavelic-Hereingabe im Abschluss glücklos (50.). Deshalb musste es einmal mehr Hofmann richten. Nach schöner Kombination über Kainz, Stefan Stangl und Stefan Schwab traf der Routinier wuchtig und überlegt aus 20 Metern genau ins Eck. Da Jelic (58.) und Kainz (71.) Chancen auf die Vorentscheidung ausließen, blieb es bis zuletzt spannend. Auch da der weißrussische Vizemeister voll riskierte. Die Belohnung dafür blieb aber aus, weil bei einem Schuss von Chigozie Udoji (74.) die Stange rettete.

 

Der Sieg von Rapid war verdient. Rapid war gegen uns stärker als Viktoria Pilsen, aber auch Pilsen ist eine gute Mannschaft. Unser Gegentor war der einzige taktische Fehler, den wir begangen haben. Aber Spieler mit so einer Qualität wie bei Rapid nützen diesen Fehler.  

Vuk Rasovic (Dinamo-Minsk-Trainer)

Kommentare (6)

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Lodengrün
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Gratulation

Der Mannschaft als auch dem Trainer. Der hat hat ein Team geformt die nicht nur gegen heimische Mannschaften reüssiert.

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Bravo Rapid

aber Minsk hatte eine europacupunwürdige Leistung geboten. Gebe da Fränki Schinkels Recht, als Heimmannschaft ist das Bewachen des eigenen Strafraums einfach zu wenig.

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Erfreulich,

aber in dieser Liga spielen ja nicht gerade die europäischen Top-Mannschaften, sondern Mannschaften der 3. Leistungsstufe.

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und was

ist mit villareal, liverpool, borussia dortmund ....????????
spricht da etwa der neid mit ???

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Berauschendes Match war das nicht - aber wenigstens gewonnen!

Wie hat Salzburg nur gegen diese Mannschaft ausscheiden können?

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mindhunter
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Re: Berauschendes Match war das nicht - aber wenigstens gewonnen!

Ja war furchtbar zum ansehen aber extrem wichtig für rapid und den ö-fussball. Daheim sollte ein sieg klarer sein und dann noch 1-3 punkte aus den anderen spieln und somit der aufstieg machbar sein.

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