Impf-DebatteBayern-Legende Paul Breitner greift Joshua Kimmich frontal an

Das Thema Sportler und die Corona-Impfung sorgte zuletzt für Schlagzeilen - da stand auch Joshua Kimmich in der Kritik. Die erntete der DFB-Nationalspieler jetzt auch von einer Bayern-Legende.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Paul Breitner
Paul Breitner im Jahr 2019 © (c) imago images / Manfred Segerer (Manfred Segerer via www.imago-images.de)
 

Österreichs Tennis-Ass Dominic Thiem und Bayern-Star Joshua Kimmich hatten zuletzt für Diskussionen gesorgt, weil sie sich die Coronaimpfung noch nicht verabreichen ließen. Betreffend des Lichtenwörthers hatten sich zuletzt Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein und die SPÖ-Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner zu Wort gemeldet.

Und Kimmichs Einstellung erhitzt weiter die Gemüter. Mit Paul Breitner hat sich jetzt der nächste prominente Name in die Diskussion eingeschaltet. „Ich brauche mit niemandem darüber zu diskutieren, ob er sich impfen lassen soll oder nicht. Für mich gibt es nur die Richtung, sich impfen zu lassen. Und da geht es nicht um eine Vorbildfunktion, sondern es geht um den Einzelnen", sagte die Bayern-Legende laut Bayrischen Rundfunk und Sport1. "Wenn er sich dagegen entscheidet, dann habe ich null Verständnis dafür", führte der 70-Jährige im "Sonntags-Stammtisch" des BR weiter aus. Sich nicht impfen zu lassen bezeichnete der Bayer, der Welt- und Europameister wurde, sogar als "potenzielle, vorsätzliche Körperverletzung".

Bayern-Star Joshua Kimmich
Bayern-Star Joshua Kimmich Foto © APA/AFP

Doch Kimmich erhält auch Rückendeckung, etwa vom ehemaligen DFB-Nationalspieler Lukas Podolski. Der sagte gegenüber der Bild: "Ich finde es unfair, dass Kimmich so hingestellt wird, als ob er etwas verbrochen hätte. Er kann selber entscheiden, was er macht."

Kommentare (7)
OE39
8
9
Lesenswert?

Airbag

Habe mir ein neues Auto gekauft. Der Airbag funktioniert zwar nur zu 80% und muss nach 6 Monaten sowieso wieder gegen einen anderen mit gleicher Effizienz getauscht werden. Wie es danach weitergeht, weiss ich nicht. In der Zwischenzeit fahre ich halt mal so riskant wie immer. Wird schon nix passieren...

DergeerdeteSteirer
8
31
Lesenswert?

Es ist die Meinung und Sichtweise eines reifen Mannes welcher g'sunden Verstandes ist und deswegen nicht verteufelt werden soll und darf, die wiederum teils reißerischen und aufstachelnden Interpretationen in der Kolumne darüber empfinde ich nicht angemessen an dem welches wichtige Thema er da anspricht, .............

er hat eben eine g'sunde Einstellung, vorzeigbare Erfahrungswerte, er war ein Vorzeigesportler mit Idealismus, Herz und Verstand, viele andere können dies eben nicht vorweisen!
Das diese Thematik von Lesern und aktiven Sportlern so zwiespältig gehandhabt wird ist höchst Hinterfragens Wert!

Es sollte sich jeder mal informieren und schlau machen was dieser Virus anrichtet und anrichten kann, solch Leute sollen bzw. "müssten" mal einen Besuch oder auch eine Woche arbeitend in Krankenhäusern verbringen, die Umdenkphase wäre bei vielen sehr kurz um sich den Gegebenheiten anzupassen und dementsprechend verantwortungsvoll und solidarisch zu verhalten!

Es soll deswegen kein Politikum und kein Hick Hack in den medialen Kolumnen und Berichten erzeugt werden, es braucht nur jeder flexibel und den Umständen angepasst seine Handlungsweisen und Denkweisen tätigen, da würde viel Zank und Ungemach damit ins Leere entgleiten!!

LacknerH
120
60
Lesenswert?

Breitner

geht es nichts an, was Kimmich macht! Es ist Kimmichs Körper und sein Körper ist sein Kapital als Sportler. Eine Unverschämtheit ist es, eine Persönlichkeit aus dem Sport zwingen zu wollen, sich impfen zu lassen, um als "Zugpferd" zu dienen. Dasselbe bei Thiem.

Amadeus005
1
11
Lesenswert?

Wenn Kimmich sich nicht impft

Dann soll er auch nicht spielen. Wie kommen die Gegner dazu?

schteirischprovessa
11
41
Lesenswert?

Es geht jedem etwas an, ob sich eine Person des öffentlichen Lebens

wie Kimmich impfen lässt oder nicht.
Man kann Kimmich nicht dazu zwingen, außer vielleicht sein Dienstgeber Bayern München, aber das Recht darüber zu reden und seine Meinung zu haben hat jeder.

madermax
96
55
Lesenswert?

Auch wenn’s keiner hören will…

die mRNA Impfstoffe sind halt nüchtern betrachtet doch nicht so gut wie erwartet. Anfangs als Erfindung des Jahrtausends und Nobelpreiswürdiger „Gamechanger“ angepriesen, weiß man heute, dass die Wirkung schon nach 6 Monaten extremst nachlässt. Ungarn und Israel boosten zb bereits nach 4 Monaten, und in Ö wird’s wohl auf einen 6-Monate-Booster hinauslaufen…

Kimmich, Thiem und Co sind keine Coronaleugner. Beide haben explizit erwähnt das sie lieber auf einen Totimpfstoff warten (zb Valneva) bzw. sich impfen lassen wenn’s beruflich bedingt notwendig ist.

Ich bin selbst 2x geimpft, aber bevor ich mir jetzt alle 4 Monate einen Booster reinknalle, warte ich auch erstmal ab wie sich Totimpfstoffe schlagen werden. Sehe nichts Verwerfliches dran…

anonymus21
6
39
Lesenswert?

agree

Wobei Booster in der Gesellschaft eigentlich eh so positiv behaftet ist, weil cool, jung und hip. Auffrischung wär ja nur noch spießig...