Deutsche BundesligaWolfsburg nach Sieg über Leipzig ohne Sabitzer neuer Tabellenführer

Während Adi Hütter mit seiner Borussia einen Fehlstart erlebt, ist Salzburgs Champions-League-Gegner Wolfsberg nach drei Spielen auf effizienteste Weise an die Tabellenspitze geklettert.

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Marcel Sabitzer fehlte im Aufgebot der Leipziger, alle Zeichen deuten auf Abschied gen Süden
Marcel Sabitzer fehlte im Aufgebot der Leipziger, alle Zeichen deuten auf Abschied gen Süden © Gepa
 

Der Fehlstart von Adi Hütter als Trainer von Borussia Mönchengladbach in der deutschen Fußball-Bundesliga ist perfekt. Gladbach kassierte am Sonntag bei Union Berlin eine 1:2-(0:2)-Niederlage und liegt mit nur einem Punkt aus drei Spielen auf Platz 15. Ohne Marcel Sabitzer verlor RB Leipzig beim VfL Wolfsburg mit 0:1 (0:0). In dieser Partie musste Xaver Schlager wegen einer Knieverletzung ausgewechselt werden. Der Mittelfeldmann verdrehte sich in der 67. Minute das Knie.

Abgesehen davon bedeutete Wolfsburgs perfekte Ausbeute von neun Punkten einen Vereinsrekord: Noch nie zuvor war Salzburgs Champions-League-Gegner mit drei Siegen in eine Bundesliga-Saison gestartet.

Jerome Roussillon erzielte das entscheidende Tor (52.) für die Niedersachsen, die zuvor acht Pflichtspiele gegen Leipzig sieglos gewesen waren. Die Gäste präsentierten sich anders als noch in der Vorwoche beim fulminanten 4:0 gegen den VfB Stuttgart im Angriff zu harmlos. Drei Punkte aus drei Spielen sind für die Ansprüche des Clubs zu wenig.

Bei Leipzig war Kapitän Marcel Sabitzer wie erwartet nicht im Kader. Der 27-jährige ÖFB-Teamspieler steht wohl unmittelbar vor einem Wechsel zum FC Bayern München, fehlte offiziell aber nicht deshalb. "Ich kann ehrlich sagen, er ist verletzt", sagte Trainer Jesse Marsch im Streamingdienst DAZN.

In Berlin erzielten Niko Gießelmann (22.) und Taiwo Awoniyi (41.) die Tore für die Union, die mit ÖFB-Teamspieler Christopher Trimmel den ersten Saisonsieg feierte. Der Gladbacher Treffer durch Jonas Hofmann in der Nachspielzeit (91.) kam zu spät. So wurde es mit der Wiedergutmachung nach der 0:4-Pleite vor einer Woche gegen Bayer Leverkusen bei den Borussen nichts. Union hingegen - seit nunmehr 18 Spielen daheim unbesiegt - feierte nur drei Tage nach dem Einzug in die Gruppenphase der Conference League die nächste Jubelparty.

Gladbachs größter Chance in den ersten 45 Minuten vergab der Österreicher Hannes Wolf, dessen Flachschuss Torhüter Andreas Luthe parierte (35.). Wolf wurde in der Pause ausgetauscht.

Hütters Mannschaft zeigte zu wenig und ging recht fahrlässig mit ihren Chancen um. Allerdings waren die Gäste durch die Ausfälle von ÖFB-Teamverteidiger Stefan Lainer (Fraktur des Sprunggelenks), Matthias Ginter (Corona-Infektion) und Marcus Thuram (Innenbandriss am Knie) auch gebeutelt. Ihren massiven Ballbesitzvorteil konnten die Gladbacher gegen eine kampfstarke und sehr gut sortierte Unioner Mannschaft nicht nutzen.

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