FußballBremen trennte sich von Trainer Kohfeldt - Schaaf übernimmt

Die Club-Legende soll das Ruder noch herumreißen.

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Thomas Schaaf
Thomas Schaaf © dpa/Soeren Stache
 

Der deutsche Fußball-Bundesligist Werder Bremen hat sich eine Runde vor Saisonende doch noch von Trainer Florian Kohfeldt getrennt. Der frühere Coach Thomas Schaaf wird das stark abstiegsbedrohte Team bis zum Saisonende betreuen, gab der Club der österreichischen Kicker Marco Friedl und Romano Schmid am Sonntag bekannt.

"Leider hatten wir nach dem Spiel in Augsburg nicht mehr die Überzeugung, mit Florian Kohfeldt den Klassenerhalt schaffen zu können", sagte Sport-Geschäftsführer Frank Baumann am Sonntag, nachdem man das Kellerduell gegen Augsburg am Vortag 0:2 verloren hatte. Dadurch war Werder auf Relegationsplatz 16 abgerutscht. Der Vorsprung auf Köln auf dem ersten direkten Abstiegsplatz beträgt nur noch einen Punkt. Am letzten Spieltag empfängt Werder Gladbach, Köln spielt gegen Fixabsteiger Schalke.

Bis zu Saisonende

Vereins-Legende Thomas Schaaf soll die Bremer vor dem ersten Abstieg seit 1980 bewahren. Der 60-Jährige, der Werder in der Vergangenheit bereits 14 Jahre trainiert hat und unter anderem 2004 das Double mit den Grün-Weißen gewann, wird am Sonntag in das Quarantäne-Trainingslager nach Barsinghausen reisen. Ihm zur Seite steht neben dem bisherigen Trainerteam auch Wolfgang Rolff, der als Co-Trainer fungieren wird. Das Engagement von Schaaf ist bis zum Ende der Saison begrenzt.

Kohfeldt hatte vor drei Wochen schon einmal vor dem Aus gestanden. Damals sprachen die Verantwortlichen dem 38-Jährigen nach dem 1:3 bei Union Berlin nur das Vertrauen für das DFB-Pokal-Halbfinale gegen RB Leipzig aus. Zwar verlor Werder in der Verlängerung mit 1:2, die Bosse werteten diesen Auftritt aber als Zeichen, dass Kohfeldt die Rettung doch gelingen könne. Auch das 0:0 gegen Bayer Leverkusen am vergangenen Wochenende hatten Baumann und Co. positiv kommentiert. Aber nach dem 0:2 in Augsburg, der achten Niederlage in den vergangenen neun Spielen, war der Glaube an Kohfeldt doch dahin.

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