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Noch-Frankfurt-TrainerAdi Hütter verlor auch nach Niederlage den Humor nicht

Seine Spieler kriegen langsam das Flattern vor der Champions League, doch Adi Hütter hat seinen Humor nicht verloren.

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Adi Hütter
Adi Hütter © APA/dpa-Zentralbild/Jan Woitas
 

Als auf der Pressekonferenz nach dem 1:3 in der deutschen Fußball-Bundesliga bei Bayer Leverkusen eine Frage nicht zu verstehen war, sagte der Österreicher Adi Hütter nonchalant: "Kein Problem. Wir haben heute auch ein bisschen Probleme mit der Technik gehabt."

Wenn es nur das gewesen wäre. In nahezu allen Belangen war die Eintracht am Samstag unterlegen. Und es schien deutlich: Der Druck, so kurz vor der ersten Champions-League-Teilnahme der Club-Geschichte lastet schwer auf den Hessen. "Vor ein paar Wochen war es noch so, dass wir die Champions League erspielen können", sagte der Kärntner Abwehrchef Martin Hinteregger: "Jetzt ist das Gefühl umgeschwenkt in die Richtung, dass wir die Champions League verlieren können."

Den heißen Atem der Dortmunder spüren die Frankfurter schon in ihrem Nacken. Von den sieben Punkten Vorsprung nach dem 2:1 beim BVB Anfang April ist ein einziger geblieben. Die Krönung der besten Saison der Vereinsgeschichte ist in Gefahr. Und Hütter und Sportvorstand Fredi Bobic - das ist absehbar - werden sich im Falle des Verpassens anhören müssen, dass ihre Abschieds-Ankündigungen zum Saisonende für den entscheidenden Bruch sorgten.

Die beiden Baumeister des Erfolgs kämpfen deshalb nicht nur um das Happy End für den Verein, sondern auch um ihr persönliches. Und gegen die grassierende Versagens-Angst. "Wir sind sicher international dabei", sagte Hütter: "Deshalb können wir nicht mehr viel verlieren. Aber wir können etwas ganz, ganz Großes erreichen. Etwas, was wir noch nie erreicht haben."

Dafür, versicherte Hütter, "brauchen wir Lockerheit und Leichtigkeit. Wenn man beginnt zu verkrampfen, ist das nie gut." Natürlich habe Dortmund "Druck aufgebaut", sagte der Coach, der ab Sommer Borussia Mönchengladbach trainieren wird: "Aber man darf nicht zu viel dramatisieren. Wir sind immer noch vorne, die anderen haben ein schweres Restprogramm, wir ein machbares."

Auch Bobic, ab Sommer mit Hertha BSC möglicherweise in der 2. Liga, aber sicher nicht in Europa vertreten, müht sich um Ruhe. "Wir machen uns mit Sicherheit nicht in die Hosen", sagte er: "Wenn wir alle drei Spiele gewinnen, ist alles andere egal. Wir haben es selbst in der Hand und müssen nur auf uns schauen."

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