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3:4 an der Anfield RoadHeroische Salzburger verpassten Sensation bei Liverpool

Ein unvergesslicher Abend an der Anfield Road. Salzburg machte in der Champions League bei Titelverteidiger Liverpool ein 0:3 wett, musste sich am Ende aber dennoch mit 3:4 geschlagen geben.

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Am Ende durften doch noch die "Reds" jubeln © APA/AFP/PAUL ELLIS
 

Was für ein packender Fußballkrimi an der Anfield Road! Als krasse Außenseiter lagen die Salzburger nach 36 Minuten mit 0:3 zurück und drohten in ein Debakel zu laufen. Doch die Österreicher konnten die Partie beim Champions-League-Titelverteidiger drehen und glichen in der 60. Minute sogar zum 3:3 aus. Doch für das ganz große Wunder sollte es nicht reichen, weil Ägyptens Superstar Mo Salah in der 69. Minute zum entscheidenden 4:3 für die Milliarden-Truppe von Welttrainer Jürgen Klopp traf. Im zweiten Spiel der Gruppe E trennten sich Genk und Neapel torlos - damit liegt Salzburg in der Tabelle nach zwei Spieltagen punktegleich mit Liverpool an der zweiten Stelle.

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Die Reds machten vom Anpfiff an enormen Druck und schnürten die Salzburger in der eigenen Hälfte ein. Zwar verzeichnete Minamino in der dritten Minute die allererste Chance, doch gehörte das Spiel eindeutig den Briten, die auch bereits in der 9. Minute durch den Ex-Salzburger Sadio Mane verdient in Führung gingen.

Nach dem frühen Führungstreffer änderte sich an der Tonart nichts - Salzburg kam kaum aus der eigenen Hälfte hinaus, Liverpool drückte auf das nächste Tor. Trotz mehrerer Chancen dauerte es allerdings bis zur 25. Minute, ehe Salzburg-Goalie Stankovic erneut hinter sich greifen musste. Diesmal war es Linksverteidiger Andrew Robertson nach Arnold-Flanke den Ball im Netz versenkte.

Bis zum nächsten Liverpool-Treffer dauerte s dann 14 Minuten, ehe Mo Salah nach einer Stankovic-Parade zur rechten Stelle war und auf 3:0 erhöhte. Nun drohte den Salzburgern ein Debakel, doch dann hatte Hwang in der 39. Minute seinen Auftritt: Nach Zuspiel von Mwepu dringt der Südkoreaner fast schon unwiderstehlich in den Strafraum ein. In halblinker Position lässt er dann zu allem Überfluss auch noch niemand geringeren als Virgil van Dijk mit einem Haken in die Mitte ins Leere laufen und feuert letztlich die Kugel kompromisslos halbhoch zum 1:3 ins lange Eck.

Mit diesem Score ging es auch in die Halbzeit. Nach dem Wiederbeginn ging es dann Schlag auf Schlag. Zuerst verkürzte Minamino in der 56. Minute auf 2:3 - und nur vier Minuten später traf der erst nach dem Minamino-Treffer eingewechselte Erling Haaland mit seinem vierten Champions-League-Tor zum sensationellen 3:3-Ausgleich.

Stimmen

Jesse Marsch (Salzburg-Trainer): "Die zweite Hälfte ist ein Glücksgefühl. In der ersten Halbzeit hatten wir zu viel Respekt und keinen Willen. Wir sind stolz auf diese Mannschaft und auf diese Leistung. Wir können von solchen Spielen nur lernen. Wir haben gegen die vielleicht beste Mannschaft der Welt gespielt und wir haben in der zweiten Hälfte gezeigt, dass wir mit ihnen mithalten können. Wir haben auf alle Fälle eine Chance in dieser Gruppe."

Andreas Ulmer (Salzburg-Kapitän): "Das Spiel wird immer in Erinnerung bleiben. Es war eine sehr starke Leistung von uns vor allem zweite Halbzeit, wie wir uns da zurückgekämpft haben. Das war schon sehr beeindruckend. Schade, dass wir bei 3:3 nicht nachlegen haben können. Wir haben gewusst, dass es schwierig wird. Natürlich wünscht man sich, dass das so nicht eintritt. Wir haben es dann angenommen und haben uns je länger die Partie gedauert hat umso wohler gefühlt. Ich denke, dass wir vor allem zweite Hälfte unser Gesicht gezeigt haben, wie wir auftreten wollen. Ich glaube, das hat jedem sehr gut gefallen."

Cican Stankovic (Salzburg-Tormann): "Es war in der zweiten Halbzeit ein sehr gutes Spiel von uns. In der ersten Hälfte hatten wir uns nicht getraut, waren von der Wucht Liverpools überrascht. Dass es am Ende nicht gereicht hat, ist schon sehr bitter. Aber wenn man bei Liverpool drei Tore schießt, ist das schon ganz okay."

Jürgen Klopp (Liverpool-Trainer): "Die Anfangsphase war überragend, wir haben alles getan, was Salzburg nicht wollte. Dann haben wir den Fehler gemacht, dass wir zu hektisch geworden sind und Salzburg das System umgestellt hat. Wir haben das Spiel nicht mehr aktiv kontrolliert. Sie sind im Konter stark, haben das Momentum bekommen und dann wurde es für uns richtig zäh. Das 4:3 war für uns wichtig - und das Match war auch eine ganz wichtige Lektion für uns. Wir haben heute einen schönen Schlag von Salzburg ins Gesicht bekommen, doch wir haben es nochmals gedreht. Wir haben die drei Punkte. In der Gruppe ist es jetzt richtig spannend."

Doch der Jubel der Salzburger hielt nicht lange an: Die Mozartstädter bekommen nach einer Ecke das Leder nicht richtig geklärt und ermöglichen so, dass über Fabinho und einer Kopfball-Verlängerung von Firmino die Kugel bei Salah landet. Frei vor Stankovic bewahrt der Ägypter die Nerven und schiebt in der 69. Minute zur erneuten Liverpooler Führung ein. 

Dies war zugleich der "Todesstoß" für die Salzburger, die zwar noch die eine oder andere Möglichkeit vorfanden, aber nicht mehr den erneuten Ausgleich erzielen konnten. Trotzdem konnten die Österreicher erhobenen Hauptes das Stadion an der Anfield Road verlassen.

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Landbomeranze
1
13
Lesenswert?

Diese Salzburger sind ein Hit

3:3 wäre gerecht gewesen.

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