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1:0-Sieg gegen NordirlandArnautovic: "Haben dominiert und verdient gewonnen"

Mit dem 1:0 über Nordirland lebt die Chance auf den Gruppensieg in der Nations League. Marko Arnautovic sorgte für Jubel.

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© APA/AFP/JOE KLAMAR
 

Österreichs Fußball-Nationalmannschaft hat in der Nations League die Chance auf Platz eins in der Liga-B-Gruppe 3 gewahrt. Die ÖFB-Auswahl feierte vor 22.300 Zuschauern im Wiener Happel-Stadion einen 1:0-(0:0)-Sieg über Nordirland. Matchwinner war ausgerechnet der zuletzt in der Kapitänsfrage im Mittelpunkt gestandene Marko Arnautovic mit seinem Tor in der 71. Minute.

Der Wiener führte das Team wie schon vor einem Monat beim 0:1 in Bosnien-Herzegowina aufs Feld, obwohl angeblich manches ÖFB-Präsidiumsmitglied aufgrund des Fotos von Arnautovic mit Edin Dzeko diesbezüglich Bedenken gehabt hatte. Teamchef Franco Foda überreichte dem Offensivspieler dennoch die Schleife und brachte ihn in einem 4-4-2-System als zweite Spitze neben dem rechtzeitig fit gewordenen Guido Burgstaller.

 

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Allerdings vermochten die beiden Stürmer so wie die gesamte ÖFB-Offensivabteilung zunächst keine Akzente zu setzen. Die Nordiren hatten kein Interesse an einem Spiel nach vorne, standen tief und stellten die Gastgeber damit lange vor massive Probleme. Gegen das engmaschige britische Abwehrnetz gab es praktisch kein Durchkommen, einen Hauch von Gefahr verströmte lediglich ein von Josh Magennis über das Tor gelenkter Volley von Marcel Sabitzer (14.).

Fünf Minuten später donnerte Arnautovic einen indirekten Freistoß innerhalb des Strafraums in die Mauer, in der 33. Minute brachte sich Sabitzer mit einer völlig missglückten Ballmitnahme um eine Top-Chance. Nach dem darauffolgenden Corner flog ein Kopfball von Sebastian Prödl deutlich über die Latte.

Österreich - Nordirland: Das sind die Noten der Österreicher

Heinz Lindner - Note 3

Wurde einmal kurz nach der Pause richtig geprüft und zeigte sich dabei auf dem Posten. Einmal hatte er richtig Glück, ansonsten hatte der Schweiz-Legionär wie erwartet einen geruhsamen Abend.

(c) GEPA pictures (GEPA pictures/ Mario Kneisl)

Stefan Lainer - Note 3

Kam nicht so zur Geltung wie bei seinem Verein Salzburg. Sein Offensivdrang wurde von den Nordiren gestoppt. Bei den wenigen Gelegenheiten waren die Flanken zu unpräzise.

(c) GEPA pictures (GEPA pictures/ Christian Ort)

Sebastian Prödl - Note 2

Der zurzeit bei Watford auf Eis gelegte Innenverteidiger
konnte weder im Zentrum für Stabilität sorgen, noch den
Spielaufbau ankurbeln. Ein kapitaler Schnitzer blieb ohne Folgen.

(c) APA/HANS PUNZ (HANS PUNZ)

Martin Hinteregger - Note 3

Der Kärntner war zur Stelle, wenn es gefährlich wurde. Trumpfte mit körperlichen Qualitäten auf. Für die Offensive spielte der Augsburg-Legionär kaum eine Rolle.

(c) GEPA pictures (GEPA pictures/ Mario Kneisl)

Andreas Ulmer - Note 2

Bei Salzburg unumstrittener Leistungsträger, im Nationalteam die Notlösung nach dem Alaba-Ausfall. Der Routinier konnte im Team einmal mehr sein Potenzial nicht abrufen.

(c) GEPA pictures (GEPA pictures/ Ch. Kelemen)

Valentino Lazaro - Note 3

Die wenigen Male, die Österreich gefährlich wurde, hatten ihren Ursprung im Hertha-Spieler. Bemühte sich, Schwung ins Spiel zu bringen, fand aber wenig Unterstützung.

(c) APA/AFP/JOE KLAMAR (JOE KLAMAR)

Stefan Ilsanker - Note 3

In einem an sich schwachen Mittelfeld noch der beste Mann. Eroberte etliche Bälle und versuchte sich auch in das Offensivspiel einzuschalten, was freilich nicht immer gelang.

(c) APA/GEORG HOCHMUTH (GEORG HOCHMUTH)

Peter Zulj - Note 3

Der 25-Jährige war wohl als Schaltzentrale vorgesehen, konnte aber dieser Aufgabe nicht ganz gerecht werden. Die Vorarbeit zum 1:0 von Arnautovic war aber sehenswert.

(c) GEPA pictures (GEPA pictures/ Mario Kneisl)

Marcel Sabitzer - Note 2

Lief viel über den Platz, meist aber leere Kilometer. Verlor
öfters die Orientierung. Der Steirer fand einige Chancen vor, wirkte aber unkonzentriert bzw. unglücklich im Abschluss.

(c) GEPA pictures (GEPA pictures/ Ch. Kelemen)

Guido Burgstaller - Note 1

Der Kärntner blieb unter der Wahrnehmungsgrenze. Nahm am Spiel so gut wie gar nicht teil. und konnte nicht einmal seine körperlichen Vorzüge zur Geltung bringen. Zu lange eingesetzt.

(c) APA/GEORG HOCHMUTH (GEORG HOCHMUTH)

Marko Arnautovic - Note 4

Erneut als Kapitän aufgeboten, steht der 29-Jährige in der
Spitze seinen Mann. Scheute keinen Zweikampf und konnte sich in seinem 75. Länderspiel mit dem Treffer zum 1:0 belohnen.

(c) AP (Ronald Zak)
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Von den Nordiren war in den ersten 45 Minuten mit Ausnahme eines harmlosen Kopfballs von Shane Ferguson (29.) nichts zu sehen, was sich nach dem Seitenwechsel ändern sollte, als Paddy McNair ÖFB-Goalie Heinz Lindner mit einem Schuss innerhalb des Sechzehners zu einer Parade (47.) zwang.

In der ersten Halbzeit hat uns ein wenig die Passsicherheit gefehlt. Die Mannschaft von Nordirland war sehr aggressiv, hat defensiv gut gearbeitet. Aber in der zweiten Halbzeit haben wir es viel besser gemacht. Ich denke, dass wir verdient gewonnen haben.

Franco Foda

Danach wurde die ÖFB-Elf druckvoller. In der 49. Minute fand Arnautovic im nordirischen Schlussmann Bailey Peacock-Farrell seinen Meister, wenige Sekunden später hatte der Keeper bei einem Sabitzer-Schuss Probleme. In der 52. Minute stand den Hausherren erstmals das Glück zur Seite - nach einem Fehler von Sebastian Prödl tauchte Steven Davies allein vor dem Tor auf, zielte jedoch weit am langen Eck vorbei.

Es folgte ein fast 20-minütiger Leerlauf, ehe Arnautovic zuschlug. Nach Pass von Peter Zulj enteilte der 29-Jährige der Abwehr und bezwang Peacock-Farrell - um sich danach die Kapitänsschleife vom Arm zu reißen und in Richtung Ehrentribüne zu recken. Einige der dort anwesenden Präsidiumsmitglieder sollen sich angeblich im Vorfeld gegen Arnautovic als Spielführer ausgesprochen haben.

Befreiende Wirkung hatte der Treffer für die Österreicher aber nicht, ganz im Gegenteil: Die Nordiren riskierten mehr, und plötzlich geriet die ÖFB-Abwehr in einigen Situationen ins Schwimmen. Besonders brenzlig wurde es in der 84. Minute - da setzte der bei seiner Einwechslung nicht nur von den nordirischen Fans gefeierte Will Grigg einen Kopfball an die Stange. In der Folge brachten Arnautovic und Co. den knappen Vorsprung aber doch noch über die Zeit.

Nach der Niederlage im ersten Spiel wollten wir gewinnen, das war unser Ziel. Wir haben verdient gewonnen, wir haben das Spiel dominiert. Sie hatten nur den Pfostenschuss nach einem Corner.

Marko Arnautovic

Weiter geht es für die ÖFB-Auswahl am Dienstag mit dem Testspiel in Herning gegen Dänemark. Zum Abschluss der Nations League spielt man am 15. November daheim gegen die drei Punkte vor Österreich liegenden Bosnier und am 18. November in Belfast gegen Nordirland.

Es war das erwartet schwierige Spiel mit vielen langen Bällen, vielen Zweikämpfen. Aber ich denke, wir haben das ordentlich gemacht und den Sieg verdient.

Heinz Lindner

Kommentare (3)

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fred4711
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eine tabelle wäre nett...

außerdem wäre es angenehm, wenn ich nicht bei jedem start der KZ jedesmal die cookies und den standort bestätigen müsste....sieht sich der zuständige sein ergebnis auch mal an???

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Lodengrün
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2
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Wäre da nicht das

Tor von Arnautovic gewesen man könnte es als Trauerspiel bezeichnen. Nur Foda sah da die Überlegenheit.

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plolin
0
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Wie seinerzeit

bei Sturm Graz.

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