Der Verteidiger geht nun in die EM-Offensive und Austria Kärnten soll das Sprungbrett sein. Bei Rapid hatte Martin Hiden zuletzt meist ein Stammleiberl in der eisernen Reserve, nur fallweise bekam der 35-Jährige von Peter Pacult eine Chance. Trotzdem wollte Teamchef Josef Hickersberger auf die Dienste des Routiniers nicht verzichten und hat ihn regelmäßig einberufen.
Auf Abruf. Für das Deutschland-Länderspiel ist Hiden jedoch nur auf Abruf bereit, aber der Spieler will sich noch für die Euro qualifizieren, also braucht er Spielpraxis, die ihm bei Austria Kärnten sicher wäre. "Es ist eine Win-win-Situation", sagt Hidens Rechtsberater Christian Flick, der "sehr zuversichtlich" ist, dass der Transfer klappt. Eigentlich, so Flick, sei es vorerst eine "Unterbrechung" des Dienstverhältnisses mit Rapid, denn Hiden soll zunächst bis Saisonende verliehen werden.
Spieler und Klub einig. Der Spieler und der SK Austria sind sich einig, jetzt müssen die Klubs auf einen gemeinsamen Nenner kommen, es spießt sich laut Austria-Chef Mario Canori an der finanziellen Forderung der Rapidler. Im Notfall wird auf Präsidentenebene zwischen Canori und Rudolf Edlinger verhandelt. Frenkie Schinkels hat es auch bei Mario Hieblinger versucht, aber der beim griechischen Schlusslicht Ergotelis engagierte Ex-FCK-Mann dürfte anderswo landen. Der Transfer von Fidjeu-Tazemeta zu Maccabi Netanya nach Israel steht vor der Fixierung.
Austria Kärnten: Wenn alle gewinnen wollen
Es sieht ganz danach aus, dass der mit 48 ÖFB-Teameinsätzen ausgestattete Martin Hiden von Rapid zum SK Austria Kärnten wechselt.
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