Ein Streik von Bauarbeitern gefährdet die rechtzeitige Fertigstellung der Stadien für die WM 2010 in Südafrika. Hunderte von Bauarbeitern lassen schon seit einer Woche die Arbeiten im Moses-Mabhida-Stadion in Durban ruhen. Jetzt hat die Gewerkschaft auch die Bauleitung von zehn weiteren Stadien davon unterrichtet, dass dort in einer Woche ebenfalls die Arbeit niedergelegt wird, wenn es nicht zu einer Einigung in Durban kommt.
Sicherheitsbedingungen. Die Bauarbeiter fordern einen Mindestlohn von elf Rand (1,10 Euro) die Stunde, Bonuszahlungen von 1.500 Rand im Monat und verbesserte Sicherheitsbedingungen. "Wir müssen unseren Anteil am Kuchen von 2010 bekommen", sagte der örtliche Streikführer Bonginkosi Mncwabe auf einer Kundgebung vor dem Rathaus von Durban. Er drohte auch mit einer Störung der Auslosung für die WM-Qualifikationsgruppen am 25. November in Durban.
Stromausfälle. Doch damit nicht genug: Der nationale Energiekonzern Eskom erklärte am Donnerstag, dass seine bereits arg strapazierten Sicherheitsmargen über die kommenden fünf bis sieben Jahre trotz steigenden Bedarfs weiter sinken würden. Um ein totales Blackout im Kap-Staat während der WM zu vermeiden, müsste die bereits landesweit praktizierte gezielte zeitweise Abschaltung ganzer Städte oder Stadtteile von der Stromversorgung beibehalten werden.
Selbstversorger. Südafrikas Regierung hat nach langer Vernachlässigung seiner veralteten Infrastruktur nun ein Investitionsprogramm von 150 Milliarden Rand (15,2 Mrd. Euro) für die kommenden Jahre beschlossen, um neue Kraftwerke zu bauen und bestehende zu modernisieren. Angesichts der unsicheren Energielage im Lande werden alle WM-Stadien gemäß einer Auflage des Weltfußballverbandes (FIFA) über eine eigene Stromversorgung verfügen.
WM 2010: Streik gefährdet Stadionbau
Bauarbeiter streiken in Südafrika und gefährden damit die rechtzeitige Fertigstellung der WM-Stadion. Und: Südafrikas Energiekonzern warnt vor Stromausfällen während der WM.
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